Auslandsknöllchen: Zahlen oder nicht?

Julia 35

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Hallo Thomas, herzlich willkommen im Forum:hallo:
In Crikvenica kann man eh kaum stehen bleiben! Sauerei!
 

baskafan

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Betreff: Bußgeldbescheid fuer Falschparken
Bei einer persönlichen Vorstellung in der Stadtverwaltung von Crikvenica, wurde uns mitgeteilt, dass man gegen diese Abzocke nichts unternehmen wird. Wie traurig!!!​
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Stadtverwaltungsangestellter die Daten von nicht bezahlten Parksünden an "Notare" weitergibt. Dann dafür einen Teil des bezahlten Betrages als Provision erhält.
 

ThomasK

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Laut Auskunft des Touristenbüros wurden mittlerweile mehrere Kameras installiert, die automatisch jedes Fahrzeug fotografieren, dass länger als drei Minuten hält. Das weitere Vorgehen über EPCPLC betrifft nur Touristen mit ausländischen Kennzeichen, kroatische Staatsbürger zahlen, wenn überhaupt nur das normale Bußgeld von ca. 25€.
Dieses Vorgehen der Stadt ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, da diese offensichtliche Touristen Abzocke rufschädigend ist und Crikvenica im Endeffekt auch keinerlei Vorteile, außer weniger Arbeitsaufwand, hat, da sie von EPCPLC nur das normale Bußgeld erhalten. Der Rest ist Provision für diese Banditen. Man kann nur hoffen, dass der zunehmende Unmut der Touristen sich negativ auf deren Anzahl auswirkt.
 

claus-juergen

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Ich könnte mir vorstellen, dass ein Stadtverwaltungsangestellter die Daten von nicht bezahlten Parksünden an "Notare" weitergibt. Dann dafür einen Teil des bezahlten Betrages als Provision erhält.
hallo Hannes,

die Gemeinden in Kroatien oder die Beauftragten Unternehmen, die den Parkraum bewirtschaften verkaufen die Daten der Pkw, also Parkzeit, genauer Ort und Kennzeichen an Anwaltskanzleien in verschiedenen Ländern. Die erheben die Daten der Halter und versuchen unterschiedlich hohe Gebühren einzutreiben. In keinem einzigen Fall wurde bisher eine Vollmacht der Gemeinde oder Stadt vorgelegt.

So bekommt die Stadt oder Gemeinde wenigstens ein paar Kuna und alles weitere ist denen dann egal.

grüsse

jürgen
 

Luppo

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Die unterschiedliche Behandlung von Einheimischen und Touristen bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt gegen EU-Recht. Da die Beträge sowieso nicht zur Zahlung kommen, klagt deswegen auch keiner.
Ich wäre jedenfalls der erste Kläger, sollte ich mal zahlen müssen und es beweisen kann.
 
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Guten Abend,
auch wir haben nach Jahren nun Post von Anwalt Shain Pacheco Vinkovic bekommen. Vor ein paar Wochen FORDERTE er noch 190€, inzwischen sprichwörtliche "lädt" er uns ein die 190€ zu bezahlen.
Zu unserer Geschichte: wir verbrachten unseren Sommerurlaub 2018 in Pula. Am letzten Abend parkten wir kurzfristig unser Auto am Hafen / Uferpromenade Pula (leicht links davon die beleuchteten Kräne).
Wir haben nach einem Parkautomat bzw Parkverbot ausschau gehalten, aber beides davon nicht entdeckt. Auch die anderen Fahrzeuge hatten weder ein Parkticket, Parkberechtigung noch Knöllchen an den Fahrzeugen angebracht. Als wir nach einer Stunde wieder ans Auto kamen, hatten wir das Knöllchen am Auto wedeln. Weiter vorne sahen wir den Herrn, der diese verteilte. Wir fragten Ihn warum. Er sagte im verständlichen gebrochenem Deutsch, dass wir verbotenerweise auf einem Gehweg geparkt hätten. Auf Nachfrage zeigte er uns das Verbotschild in einem grünen Baum. Dabei fiel uns auf, das nur Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen, kein kroatisches Fahrzeug, Knöllchen von Ihm bekommen haben. Wir haben ihn darauf angesprochen und plötzlich konnte er "nix verstehen, nix deutsch". Nach kurzem Hin und Her haben wir dann aberwillig das Knöllchen mitgenommen. Auf der Heimreise haben wir dann nach Diskussion entschieden, das Knöllchen an die Stadt Pula zu überweisen. Doch auf die angegebene IBAN Nummer der Stadt Pula kann vom Ausland kein Geld angewiesen werden. Der Herr von der Spasskasse meinte als das Geld wieder zurückkam, das dies ein nationale IBAN aus Kroatien sei, von der aus dem Ausland kein Geld eingezahlt werden kann? Auch von der VoBa, WesternUnion und TransferWise / Wise wurden die 300KN immer wieder zurücküberwiesen. Der Spasskässler meinete nur, die Parkverstöße würden eh nicht eingeklagt werden. Er hätte auch noch zwei offene Knöllchen. Nach fünf erfolglosen Überweisungsversuchen haben wir dann die Zahlungsversuche eingestellt. Nun hat sich aber das Blatt gewendet, wir haben eine Zahlungsaufforderung von 190€ bekommen. Das Schreiben ist dubios, keine genaue Auflistung der Kosten, zahlbar innerhalb von 8 Tagen usw. Um nun diesen Haien zuvor zu kommen, habe ich es wieder versucht den Strafzettel an die Stadt Pula zu überweisen, ohne jeglichen Erfolg.
Wir sind ja bereit den Strafzettel zu bezahlen, aber nicht diese Rechtsanwälte. Was machen wir bei der Überweisung falsch an die Stadtkasse Pula?
Vielen Dank für eure Hilfe Grüße Manetti knoellchen_1.jpg Knoellchen_2a.jpg
 

claus-juergen

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Hallo Manetti,

die Tatsache, dass Einheimische Pkw keine Strafzettel an der Windschutzscheibe hatten bedeutet lediglich, dass die alle mit einer App auf dem Handy zahlen. Da gibts keinen Zettel. Der Überwacher kann an seinem Mobilgerät feststellen wer bezahlt hat.

Dein Parkverstoss ist nun drei Jahre alt. Lass es auf sich beruhen und reagiere nicht, wenn sich künftig irgendwelche Anwälte aus verschiedenen Ländern melden. Du wirst auch definitiv nie Probleme bei der Einreise oder dem Aufenthalt in Kroatien haben weil der Zettel nicht bezahlt wurde.

grüsse

jürgen
 

hannes99

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Crikvenica ist so wie so kein schöner Ort mal abgesehen von der Parksituation.
Es gibt doch heute Mittel und Wege der Stadt Crikvenika sehr zu schaden... Ein paar schlechte Bewertungen auf Google, ein paar auf Tripadvisor mit Erwähnung der Parkgangster und das die Stadt eher unansehlich und dreckig ist. Am Besten in verschiedenen Sprachen
Mal sehen wie lange Crikvenika das durchhält.
 
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Guten Abend,
danke für die Antworten.
Dein Parkverstoss ist nun drei Jahre alt. Lass es auf sich beruhen und reagiere nicht, wenn sich künftig irgendwelche Anwälte aus verschiedenen Ländern melden. Du wirst auch definitiv nie Probleme bei der Einreise oder dem Aufenthalt in Kroatien haben weil der Zettel nicht bezahlt wurde.
Hallo Claus - Jürgen, so würde ich es auch machen, aber meine Frau schiebt Panik.

Frag doch mal kurz per Mail nach, ob sich die Bankverbindung geändert hat.
Hallo Michael, vielleicht werden ich das versuchen.

Wir möchten ja, dass das Knöllchen bezahlt wird, aber auf keinen Fall die dubiosen RAs.

Grüße Manetti.
 

claus-juergen

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Hallo Manetti,

lass deine Frau die nächsten zwei Tage diesen gesamten Strang durchlesen und dann vergeht ihre Angst. Dafür freut sie sich, dass ihr den Winkeladvokaten und sonstigen Schwindelfirmen nicht auf den Leim gegangen seid. ;)

Ich persönlich mache weder Crkvenica noch anderen Kommunen einen Vorwurf. Die unbezahlten Strafzettel werden en Block verkauft und so kommen wenigstens ein paar Kröten in den Stadtsäckel.

Sind wir doch froh, dass es dieses Forum gibt. Alles rund um Kroatien wird hier besprochen. Mehr Infos als hier gibt es halt im deutschsprachigen Bereich nicht.

grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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Nun nimmt sich auch die Lokalzeitung Glas Istre des Problems der Parkautomaten in Pula an.

https://www.glasistre.hr/pula/stran...iti-i-karticom-i-mobilnim-aplikacijama-729245

AUSLÄNDISCHE TOURISTEN LEIDEN MIT ZAHLUNG FÜR PARKPLÄTZE AN MASCHINEN, DIE KEINE MÜNZEN AKZEPTIEREN Direktor Bojanic: Das Parken kann mit einer Karte und mobilen Anwendungen bezahlt werden

Die Saison hat endlich begonnen und die ersten Touristen fingen an, uns zu Hause anzuhalten und zu fragen, wie sie das Parken bezahlen können. Sie haben keine Münzen, sie haben kein kroatisches Handy, sie verstehen die Anweisungen auf den grauen Mautboxen nicht, wo die Bildschirme vor allem in der starken Sommersonne schlecht sichtbar sind. Können wir endlich das tägliche Nettoeinkommen eines städtischen Unternehmens modernisieren und endlich den Schmerz für Menschen lindern, für die das Parken der erste Schritt in unserer Stadt ist, fragt sich unser Leser reader 21.06.2021 21:35 | Autor: Duška PALIBRK, Lara BAGAR

„Die Saison hat endlich begonnen und die ersten Touristen haben angefangen, uns anzuhalten und zu fragen, wie sie das Parken bezahlen können. Sie haben keine Münzen, sie haben kein kroatisches Mobiltelefon, sie verstehen die Anweisungen zur grauen Maut nicht Boxen wo die Bildschirme schlecht sind, vor allem in der starken Sommersonne modernisieren wie hoch ist das tägliche Nettoeinkommen der Stadtgesellschaft und der Menschen, für die das Parken der erste Schritt in unserer Stadt ist, um diese Qual endlich zu lindern? Ein Touchscreen-Display?

- Es gibt keinen einzigen Zeitungskiosk, an dem das Parken auf der Riva ohne weiteres bezahlt werden könnte, und bis vor kurzem waren es sogar drei!? Können wir, so viele tolle Innovationen und Displays für verschiedenste Informationen in Pula entstanden sind, dieses größte Problem eines jeden Autofahrers, der in unsere Stadt kommt, endlich lösen? Ein Touchscreen-Display, gut sichtbar, mit geldautomatenähnlichen Anweisungen in mehreren Sprachen, mit der Möglichkeit, die Anzahl der Stunden für den Aufenthalt in der Stadt zu wählen und schließlich - was heute unerlässlich ist, weil Bargeld, insbesondere Münzen, Leute, die einfach in die Stadt nicht handhaben - die Möglichkeit von Kartenzahlungen einzuführen, die heute das primäre Zahlungsmittel im Allgemeinen sind, insbesondere in Zeiten der Pandemie. Glauben Sie mir, es tut mir leid für jeden, der wirklich legal sein und fürs Parken bezahlen will, wie er umherirrt, die Bewohner umliegender Gebäude fragt, mit Geräten leidet, die oft und schlecht funktionieren. Es tut mir leid, dass es nicht in den primären Bedarf investiert wird und somit eine effizientere und schnellere Abholung sowie die Parkplätze der Firma Pula und höhere Einnahmen am Ende der Saison ermöglichen.

Es reicht nicht, dass das System in Carolina besser ist, da viele nicht dorthin gehen, weil es in der Sommersaison doppelt so teuer ist. Am stärksten voll ist es in der gelben Zone, wo es auch viele Mieter gibt, die ein Parkabo haben, und dann wandern und suchen die armen Touristen und verschwenden die Zeit, die sie hätten nutzen können, um die Innenstadt zu genießen, die wir wiederbeleben wollen.

Die Modernisierung des Parkplatzes sei ein logischer Schritt, wenn es uns gelingen will, die Stadt besser von Autos zu entlasten und die Verweildauer der Touristen in derselben Stadt zu verlängern, betont der Leser. Das sagen sie auf dem Parkplatz von Pula, der 1.800 Parkplätze und mehr als 30 Mautstellen verwaltet. - Parkautomaten sind mehrsprachig mit prominenten Zahlungsmethoden, einschließlich Kartenzahlung, die seit mehr als drei Jahren aktiviert sind, wofür die Stadt Pula und das Parken von Pula für 2019 und 2020 einen Sonderpreis im Wettbewerb von mehr als 60 Städten erhalten haben, darunter alle wichtigen touristischen Zentren an der Adria. Es ist wichtig zu beachten, dass es sich ausschließlich um Kartenzahlungen handelt, die bei den meisten touristischen Besuchern von Pula getätigt wurden.

Um mit der Modernisierung Schritt zu halten, wurde neben der Paydo-Anwendung von Ende letzten Jahres auch die Möglichkeit der Zahlung über die AirCash-Anwendung eingeführt, sagt der Direktor des Parkhauses Pula, Branislav Bojanić. Die letzte Linie des Weltherstellers Bojanic weist darauf hin, dass Parkautomaten in Pula die letzte Linie des weltbekannten Herstellers Hectronic sind, die in den meisten Städten Europas installiert sind (Berlin hat 850, Stuttgart mehr als tausend, Lissabon etwa 400, Stockholm 350). Sie sind auch mit LCD-Bildschirmen ausgestattet, die nachts durch LED-Beleuchtung beleuchtet werden, und durch das Einwerfen von Geld in den Automaten erhält man Informationen darüber, wie lange der Parkplatz bezahlt ist und wie viel Geld bis zur maximalen Zeitverzögerung eingeworfen werden kann, sagt Bojanisch. -

Tagsüber, wenn die Sonne in einer bestimmten Position steht, ist es möglich, dass der Bildschirm nicht vollständig sichtbar ist. Dies ist jedoch bei Geräten, die der Sonne in einem bestimmten Winkel ausgesetzt sind, normal - jeder, der ein mobiles Gerät in der Sonne steht vor dem gleichen Problem. Parkautomaten sind nicht an eine permanente Stromquelle angeschlossen, sondern nutzen Sonnenenergie und sind damit umweltfreundlich. Heute ist es eine Seltenheit, dass Passagiere kein mobiles Gerät haben, und innerhalb der EU werden den Bürgern auch mobile Daten zur Verfügung gestellt, die es jedem ermöglichen, mobile Anwendungen zu nutzen. Die Installation von Kartenzahlungsanwendungen wird nicht an allen Parkuhren hervorgehoben, die Anwendungen sind mehrsprachig und erkennen automatisch die Zone, in der sich der Benutzer befindet. Die Installation von Anwendungen ist auf den meisten mobilen Geräten (IOS, Android) möglich und sehr einfach - es genügt, den QR-Code zu scannen, sagt der Direktor des Parkhauses Pula.

Wie gut, wenn man sich in Pula auskennt, einen Parkplatz weiter weg von der Innenstadt findet und folglich umsonst parkt. Dafür muß man halt ein paar Meter mehr laufen.

https://www.adriaforum.com/kroatien/threads/gratis-parken-in-den-touristenorten.82657/

grüsse

jürgen
 

Julia 35

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Ob das besser ist Jürgen, würde ich nicht behaupten. Ein bewachter, gebührenpflichtiger Parkplatz ist uns lieber! Kostenlose Parkplätze wollen wir nicht unbedingt. Wir möchten HR auch ein wenig unterstützen, und nicht alles umsonst haben bzw. sehr günstig usw. So wird das nie was mit der Wirtschaft:p
 

claus-juergen

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Ob das besser ist Jürgen, würde ich nicht behaupten. Ein bewachter, gebührenpflichtiger Parkplatz ist uns lieber!…
hallo Julia,

der Begriff „bewacht“ bedeutet bei einem gebührenpflichtigen Parkplatz völlig unterschiedliches. Ich habe bisher noch nie an einem solchen Parkplatz genaue Informationen erhalten, wie diese sogenannte Bewachung ausgelegt ist. Dazu kommt der Bewachungszeitraum. Irgendwann hat der Wachmann Feierabend und vorbei ist es mit der sogenannten Bewachung.

Manche dieser „bewachten Parkplätze“ sind so groß, da kann die Aufsichtsperson, die meist gleichzeitig der Kassierer der Gebühren ist einfach keinen Überblick haben. Der Streit mit dem Betreiber beginnt, wenn dort ein Pkw aufgebrochen wird.

grüsse

jürgen
 

Luppo

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Die Tage in Pula gewesen.
In der Innenstadt einen Parkplatz ergattert und sauber ein Ticket gelöst.
Als wir zum Auto zurück kamen, hing ein Knöllchen über 160 kn unter den Scheibenwischer. Offensichtlich hat der nette Ordnungshüter mein Ticket nicht gesehen.
Ein weiteres Fass wollte ich nicht aufmachen, mein österreichischer Winkeladvokat mit slowenischer Bankverbindung hat sich zwar fast 2 Jahre nicht gemeldet, aber man will den Bogen nicht überspannen.
Also auf zur berühmt berüchtigten Pula Parking d.o.o. Sie hausen in renovierten und frisch gelb gestrichenen Baracken hinter einem weit geöffnetem blauen Tor, mit großen Lettern der Firmenname drauf, in einer Seitengasse in der Innenstadt. Irrigerweise schlich ich in Unkenntnis erstmal um einen Investorenpalast in Glas auf der anderen Straßenseite, in Anbetracht der mutmaßlichen Umsätze wäre das der verdiente Firmensitz gewesen.
Wohlweislich gibt es einen eigenen Schalter mit den Schild "Raklamacije" im Hof.
Nach demütigem Klopfen an der Scheibe wurde das Schiebefenster nach gefühlten 60 Sekunden wenige cm zur Seite geschoben. Ist wohl Corona geschuldet.
Ich trug mein Anliegen auf Deutsch vor und war erstaunt, dass die Dame auf Deutsch geantwortet hat.
Geschäftig verschaffte sie sich einen Überblick über den Vorfall am PC, fragte nochmals nach, ob das Ticket im Auto lag (ich bejahte wahrheitsgemäß) und rückte nach kurzer Zeit einen unleserlichen, aber als Stornobeleg identifizierbaren Zettel heraus mit einem Murmeln, von der Bedeutung in etwa „dann hat der Mitarbeiter wohl das Ticket übersehen“.
Wahrscheinlich bin ich einer der ganz wenigen Auserwählten, die ein positives Erlebnis mit o.g. Unternehmen hatten.

Übrigens, gleiche Situation in Porec am Hafen vor der Riva-Mall. Parkplatz ergattert, brav am Automaten angestellt.
Da dieser noch von einem begehbaren 80286 Prozessor aus Titos Zeiten angetrieben wurde und die Außentemperatur ein übriges tat, wurde die Schlange immer länger. Irgendwann durfte ich das Gerät mit 20 Marder in Form eines Scheines füttern und dann begann das Drama. Der Wartekreisel in der Mitte des Displays läutete den Exitus des Hightech-Geräts ein. Es ging nichts mehr und natürlich kam auch der Schein nicht zurück.
Nun ist man nicht ungeduldig, gibt dem Raketenteil weitere Minuten, vielleicht muss es sich sammeln, war vielleicht kurz digital Pipi oder musste mit der nervigen Mutter telefonieren.
Jedenfalls gab es uns die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie man mit der Situation weiter verfahren möchte.
20 kn wollte ich auf keinen Fall abschreiben. Unter dem Display entdeckte ich eine Nummer aus Porec, wahrscheinlich der Service.
Nun reicht mein Kroatisch gerade für die Begriffe „Guten Tag“, „Danke“, „Bier“, „Eis“ und „gegrillte Rind-Lammröllchen mit Paprika-Tomaten-Chutney und fritierte Kartoffelstäbchen mit quadratischem Querschnitt“.
Egal, die Zentrale der Stadtverwaltung war dran, hörte mein Anliegen, verstand mich und verband mich mit dem Verkehrsdienst, dem ich nun auf englisch mein Problem erneut schilderte. Die Dame versprach, in 5 Minuten vor Ort zu sein.
Wahrscheinlich ist sie gejoggt, jedenfalls stand sie nach 4:30 außer Puste vor mir und starrte entgeistert das sich immer noch drehende Wartedingens an. Sie entschied direkt, dieses Malheur jetzt nicht sofort beheben zu können. Sie hätte jetzt hier sowieso Dienst, sie wüßte Bescheid, unser Fahrzeug kenne sie nun auch. Wir sollen einfach gehen und nach Ende der Parklaufzeit wieder kommen.
Eine nette Dame :)
 
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