Ausgesetzter Esel auf der Insel Ravan gerettet

tosca

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#1
Epoch Times berichtet am 24./25 Juni 2019:

Ausgesetzter Esel gerettet

"Zitat aus obigem Link:

Das Schicksal dieser verstoßenen Esel-Stute schien besiegelt, aber dank gutherziger Menschen hat ihre Geschichte ein glückliches Ende gefunden - und die Eseldame ein neues Zuhause.


Kroatien: Tierquälerei kennt offenbar keine Grenzen. Ein grausamer Eselsbesitzer entschied offensichtlich, dass ihr Esel ihnen nicht mehr von Nutzen war. Er setzte sie auf der Insel Ravan im Šibenik-Archipel aus – ohne Schatten, ohne Essen und ohne Wasser.

Lokale Medien berichteten vergangene Woche über die schreckliche Situation eines armen Esels, der auf der Insel Ravan im Archipel von Sibenik ausgesetzt wurde. Trotz praller Sonne hatte das Tier auf der unbewohnten Insel weder Zugang zu Wasser oder Nahrung.
Bernard Roca führt ein kleines Restaurant in Vodice auf dem Festland, nicht weit von Ravan entfernt. „Meine Tochter rief mich an, um zu sagen, dass wir einem Esel helfen müssen. Wir sind hier auf der Insel, wir haben ein Restaurant. Alle waren sich einig und wir alle wollten den Esel retten“, sagte der Restaurantbesitzer.

Man sagte uns, „wir könnten uns um den Esel kümmern, bis der Besitzer Kontakt aufnimmt. Er würde sicherlich in Kontakt bleiben, denn es ist ein Jungtier, nicht älter als ein Jahr.“
Die Retter kontaktierten ebenfalls Nikola Perkova vom Tourismusverband Tribunj. Der Ort ist für seine Pflege von Eseln bekannt. „Wir haben eine Eselfarm und es ist uns möglich, sie unterzubringen. Aber ich mache mir Sorgen um den rechtlichen Status, dieses unglückliche Tier von der Insel zu holen. Wir wissen nicht, ob es einen Besitzer gibt, oder wie der reagieren könnte. Wir werden dafür sorgen, dass dieser Esel, der mir schwanger vorkommt, vor der Folter dieser Hitze bewahrt wird“, versprach Perkov.
Ein Helfer, der anonym bleiben möchte, beschreibt die Rettung wie folgt: „Wir fanden sie nach einer Stunde Suche am anderen Ende der Insel und brachten sie an den Ort, an dem wir sie anfangs fanden, und gaben ihr etwas Wasser und Essen. Kurz nachdem wir sie gefüttert hatten, kam Herr Roca. Mit viel Mühe schafften wir es, den Esel auf das Boot zu bringen, und dann brachte Herr Roca sie nach Hause auf die Insel Kaprije mit dem Versprechen, dafür zu sorgen, dass sie gut behandelt wird.“

„Die Leute haben ein paar Esel“, erklärte Bernard, „wenn sie zu viele haben, werden einige einfach dort gelassen. Aber jetzt ist sie hier bei mir, sie ist süß, sie lässt sich gerne streicheln, sie hat gelernt, unter Menschen zu sein.“
Nachdem Morski diese Nachricht zum ersten Mal veröffentlicht hatte, reagierten die zuständigen staatlichen Institutionen schnell, haben aber den unverantwortlichen Eigentümer immer noch nicht gefunden.

Gelingt es der Polizei jedoch, die strafrechtliche Verantwortung des Eigentümers festzustellen, der das arme Tier ohne Nahrung oder Wasser auf Ravan ausgesetzt hat, so könnte dem Übeltäter nach Artikel 205 Absatz 1 Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr drohen. (ts)
Zitat Ende"

In obigem Link ist ein Film eingebettet, wo man die Rettungsaktion per Boot sehen kann.
 

Sporting 505

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#2
Welch traurige Geschichte. Menschen ohne Herz müsste das selbe widerfahren. Es gibt heute doch für alles Mögliche Anlaufstellen und Abgabestellen . Doch auch für Tiere. Oder ist das in Kroatien anders? Tiere sind doch kein Müll den man einfach wegschmeißt.
 
M

Marius

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#6
Das war offensichtlich ein Irrer, der den Esel einfach ausgesetzt hat, das tut man nicht, das ist uns allen klar.

Wer aber daraus versucht die kroatische Tierliebe in Zweifel zu ziehen, der soll mir mal ein staatliches Tierheim in Österreich nennen, wo man so eben mal locker flockig einen Esel abgeben kann.

Mir ist zumindest in Oberösterreich keines bekannt.

Wir wissen nicht, was genau passiert ist, ich denke aber, dass derjenige - absichtlich oder unabsichtlich - durch die mediale Aufmerksamkeit vielleicht das Allerbeste für den Esel erreicht hat.
Dem Esel geht‘s gut, dem ehemaligen Besitzer nicht. Der hat grad die Hosen voll wegen einer eventuellen bedingten Haftstrafe.

Also für mich passt alles irgendwie zusammen.

Ich kenne eine ehemalige Pferdefarm in Liznjan. Der Mann hat so lange ums Überleben gekämpft, resp. um das Futter für seine wunderschönen Pferde, bis sie teilweise eingeschläfert werden mussten oder sogar auf der Suche nach Weideflächen von vorbeifahrenden Autos angefahren (und danach eingeschläfert) wurden.

Was ich letztlich damit sagen will, Tierschutz kostet auch Geld.

DACH hat mehr davon, da kann man das staatlich organisieren. In Kroatien geht das halt nunmal nur über Privatspenden. In Kroatien werden sogar Kinderheime über private Spenden mitfinanziert, und die stelle ich dann doch eine Stufe über Tierheime, so hart das auch klingen mag.
 

Sporting 505

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#7
@Marius
Danke für die Erläuterung von einem der die Die Gesetzeslage in Kroatien kennt. Als Urlauber weiß man das nicht und macht sich oft über sowas auch keine Gedanken. Natürlich wird es anders gehandhabt wie zb. bei uns in D,A,CH.... und ein Kinderheim hat natürlich Priorität ! In diesem Fall war es wohl ein Hilfeschrei des Besitzers. Meist folgt ja erst eine Reaktion auf ,,Verbote“
 

tosca

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#8
Nun ja, einen Esel ohne Wasser und Nahrung auf einer einsamen Insel auszusetzen ist grausam - Ich kann da keinen Hilfeschrei des ehemaligen Besitzers erkennen, sondern er wollte ihn schlicht und ergreifend los werden. Zum Glück haben Andere das arme Tier gerettet und eine Lösung gefunden für den Esel, was eigentlich die Aufgabe des Besitzers gewesen wäre.
Auch in D sind viele Tierschutzvereine und Heime und Gnadenhöfe auf Spenden angewiesen, auch wenn sie einen Teil finanziert bekommen von den zuständigen Gemeinden, das langt hinten und vorne nicht. Ohne Spenden geht gar nix. Wie da in CH u. A ist weiss ich nicht, nehme aber an, das ist dort gleich.
 

Renate S.

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#9
Es gibt auch viele Leute, die aus DACH Futter und Medikamente mitbringen, wir haben einmal eine Familie erlebt, die kam mit einem voll beladenen VW Bus.
Sicher Kinder haben Priorität, am besten die schickt man nach Wien zur MA11 - da werden sie wirklich gut versorgt, aber Tiere sind halt auch Lebewesen.
 
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