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Ich denke erst nach Kroatien wird Schluss sein. Es gibt einige Länder wie z. B. Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien die es ganz bestimmt nicht zulassen werden, das Kroatien außen vor bleibt. Gerade Österreich hat schon einmal seine Muskeln spielen lassen und siehe da man konnte sich einigen - wegen Kriegsverbrechen blablabla. Wir schon 2009 werden.
Gruß |
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Falls du dich noch erinnern kannst, hat Österreich erfolgreich die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei so lange blockiert bis unabhängig von Del Monte auch die Verhandlungen mit Kroatien verbindlich aufgenommen werden sollten. Auch Knirpse können in der "Einstimmigkeits-EU" so manches bewirken.
Gruß |
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Das ganze "Kroatien"-Problem und der EU hat doch einen - nur von allen Politikern verschwiegenen - Hintergrund: Großbritannien und Frankreich können nicht zulassen, dass Kroatien (auch) in die EU kommt und ihr »historischer« Schützling Serbien nicht! Das mit Gotovina war doch nur vorgeschoben und absehbar, dass selbst nach dessen Überstellung nach Den Haag sich nichts Essentielles rühren wird. So EU-reif wie Bulgarien, Rumänien und auch Polen ist Kroatien zumindest gewesen. (Die Korruption der Verwaltungen im Lande liegt mMn weit unter der polnischen, von RO & BG erst ganz zu schweigen).
Die »Todsünde» Kroatien war es, dass mit dessen - und Sloweniens - Unabhängigkeitserklärung der 1919 in Versailles von Großbritannien und vor allem Frankreich gegen die Deutschen geschaffene Homunkulus "Jugoslawien" (damals noch SHS) vor der Geschichte zerbrochen ist. Wie lange das anhält: Man brauchte sich nur die großen »Sympathien« britischer (Sir Michael Rose) und französischer (Janvier) Generale als UNO-Befehlshaber im Bosnienkrieg für Mladic vor zu Augen führen! »Srebrenica« war ja kein Zufall... Slowenien kam auch nur so rasch in die EU weil die Amerikaner es massiv verlangten, damit die NATO-Schiene (die EU ist nur die NATO-Finanzierungsagentur, siehe jetzt das US-Drängen die Türkei aufzunehmen!) nach Ungarn geschlossen und das zickige neutrale Österreich umfahren wird. Während der Kosovo-Operationen der NATO 1998 kam das ganz deutlich zum Ausdruck, als Ungarn noch eine NATO-Insel war.... |
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Hallo Franto,
was du hier schreibst ist nationalistischer Schwachsinn. Serbien stand zu keinem Zeitpunkt der neueren Geschichte unter dem Schutz von Großbritannien und Frankreich. Russland ist die Schutzmacht Serbiens. Serbien stand den Interessen aller anderen Großmächte auf dem Balkan im Weg und hatte in dieser Hinsicht keine Freunde und konnte sich nur durch die Schutzmacht Russland behaupten. Nur durch diese allseitigen Ansprüche der Großmächte auf dem Balkan konnte sich an so einem winzigen unbedeutenden Fleckchen Erde der Erste Weltkrieg entzünden. Keiner wollte eine Vormachtstellung des Anderen auf dem Balkan akzeptieren. Das Zusammenlegen einzelner Volksgruppen zu einem Staat (siehe auch Tschechen und Slowaken) hat auch was mit überlebensfähiger Staatsgröße zur damaligen Zeit zu tun. Hätte man auf dem Balkan kleinere Staaten gegründet, wären diese nur zum Spielball der Mächte geworden, ohne sich wenigstens ein bisschen selbst behaupten zu können. Diese Debatte wurde ja jetzt auch wieder zur Abspaltung Montenegros geführt. Wie groß muss ein selbständig überlebensfähiger Staat sein? Das gerade Briten und Franzosen bei der UNO-Truppe in Bosnien am Ruder waren, ist eher Zufall. Es hätte auch ein Spanier, Italiener, US-Amerikaner oder Kanadier sein können. Fakt ist, das die UNO-Truppe gar kein Mandat hatte, keine Ausrüstung und Truppenstärke besaß um irgend jemanden zu beschützen und das der französische General eigenmächtig den Schutz ausgerufen hatte ohne im geringsten über die Mittel zu verfügen dies umzusetzen. Mal ganz davon abgesehen, das die UNO-Truppen von den Serben wie Feinde behandelt wurden (siehe auch Geiselnahmen von UNO-Angehörigen). Auch ganz zu schweigen von den maßgeblich durch britische und französische Truppen mit getragenen Angriff auf Serbien 1999. Die im übrigen Javier als Nato-General autorisiert hat! Ja das sich wahrlich gute Freunde. Besetzen ja schließlich immer noch den Kosovo und werden auch für dessen Trennung von Serbien sorgen. Ich glaub verblendeter kann man kaum sein, um solchen dummen Unsinn von den guten Verbündenten Serbien, Großbritannien und Frankreich zu schreiben. Übrigens haben diese Länder von Tito einen kräftigen Tritt in den Hintern erhalten, als diese etwas stärker anbandeln wollten. Mit Slowenien ist das auch völliger Schwachsinn. 1998 kann Ungarn noch keine Nato Insel gewesen sein, denn der Beitritt erfolgte erst am 12.03.1999. Der Kosovo-Krieg begann auch erst am 24.03.1999. Ungarn stellte selbst keine Truppen. Hauptaufmarschbasis war Italien und für schnelle Eingreiftruppen Bosnien. Ja ungarische Basen durften genutzt werden. Die Überflugrechte dürften aber eher von Bedeutung gewesen sein. Ich wage mal zu behaupten, das Slowenien eher deshalb in die Nato aufgenommen wurde um die Lücke zu Kroatien zu schließen. Hier liegt eigentliches US-ameriaknisches Militärinteresse. Siehe auch dazu Aufrüstung der kroatischen Armee und Einflussnahme der Amerikaner in Kroatien. Und der Nato Finanzierer EU gibt dieser keinen einzigen Cent. Im Gegenteil etabliert die EU gerade ein eigenes von der Nato und den Amerikanern unabhängiges Militärbündnis. Es steckt noch in den Kinderschuhen, aber es zeigt die Richtung an - europäische Unabhängigkeit von anderen Mächten. Die USA haben ganz andere Interessen. Das grundsätzliche Interesse ist eine EU die stark genug ist um amerikanische Interessen zu stützen, die aber schwach genug bleibt um den amerikanischen Interessen nicht ernsthaft im Weg zu stehen. Das zweite Interesse ist, die Ausweitung der Einflusssphären der Gegenspieler zu verhindern. Insoweit ist es amerikanisches Interesse den Balkan, die Baltischen Staaten, die kaukasischen Staaten und Moldawien und die Ukraine in die EU aufzunehmen um den russischen Einfluss zu minimieren. Eine Vergrößerung der EU stellt in der jetzigen Ausrichtung selbiger für die USA keine Gefahr da, da immer mehr Mitglieder zu immer häufigeren Lähmungen und damit Handlungsunfähigkeit der EU führen. Die Äußerungen zum alten und neuen Europa war ein gezielter Schwächungsversuch einer gemeinsamen außenpolitischen Linie der EU. Das Interesse an einer Aufnahme der Türkei begründet sich mit der Nähe zum Nahen Osten und der Gefahr einer radikalen Islamisierung der selbigen. Dadurch bestünde auch die zunehmende Gefahr der weiteren Isolation Israels in der Region. Das Kroatien noch nicht aufgenommen wurde, liegt einmal an der Nähe zu den unmittelbaren Brandherden. Beziehungsweise ist Kroatien durch seine teilweise nationalistische Ausrichtung und Handlung immer noch ein teils unberechenbarer Teil dieses Brandherdes. Großkroatische Bestrebungen gibt es schließlich immer noch. Auch gibt es zwischen Kroatien und der nichtserbischen Seite in Bosnien einen Vertrag zur gemeinsamen Staatsgründung. Dem wirtschaftlichen Kroatien hat man schon lange Beitrittsfähigkeit zugesprochen. Dem politisch / rechtlichen Kroatien hingegen nicht. So lange man in Kroatien Ustascha Verehrung als akzeptabel ansieht und mit großkroatischen Möglichkeiten gedanklich spielt, ist der politische Reifegrad zur Aufnahme in eine multikulturelle / multinationale Gemeinschaft in der Grenzen immer mehr an Bedeutung verlieren nicht erreicht. Nicht nur den Stammtischparolen glauben schenken, sondern mal selbst nachlesen und recherchieren würde helfen. Gruß Weltbürger |
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Finde es schon fast pervers, dass Länder wie Rumänien vor Kroatien in die EU kommen
Schade das die Deutsche Bevölkerung kein wirkliches Mitspracherecht in wirklich wichtigen Dingen hat. |
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Ach, "Weltbürger" deinen historischen Unsinn bzw. sogar Verdrehungen der Fakten kann ich seit Jahr' und Tag einschlägig in bestimmten Zeitungen und Zeitschriften lesen!
Geh, erzähle einmal, wann, wie und ob Russland 1918/1919 in Versailles, wo die Nachkriegsordnung unter völliger Missachtung des von Wilson proklamierten "Selbstbestimmunhgsrechtes der Völker" unter französischer und britischer Dominanz, gemacht wurde, vertreten war! Die serbischen "Eliten", insbesondere aber die Karadjordjevices - die nach dem Offiziersmassaker an den Obrenovics 1903 an die Macht gekommen waren - , waren schon seit den späten 1890-ern sehr eng mit Frankreich liiert, Mitglieder der Familie dienten sogar in der französischen Artmee. . Das Gleiche gilt auch für die Zeit nach 1919, wo das Serbojugoslawien doch Teil der französisch dominierten "Kleinen Entente" war - oder irre ich da schon wieder? Wo war da Russland, wo die Sowjetunion? Was du da betreffend Bosnien und die franko-britischen UNO-Generale schreibst, ist pure Geschichtsverdrehung bzw. der Versuch, diesen Skandal der UNO wegzuwaschen! Warum hat denn der britische General Sir Michael Rose die serbischen Belagerer von Sarajevo mit Treibstoff versorgt? "Um die guten Kontakte mit Mladic nicht zu gefährden" - so seine eigenen Worte in einem Interview mit CNN! Die USA kamen überhaupt erst auf den Plan, nachdem das - ebenfalls von den UNO-Generalen zuerst sogar abgestrittene bzw. verharmloste - Massaker von Srebrenica nicht mehr zu vertuschen und politisch nicht mehr zu negieren war! Siehe David Rohde, Endgame, jener Journalist des Christian Science Monitor, der das Massaker von Srebrenica aufdeckte - und es danach von den UNO-Generalen nicht mehr vertuscht werden konnte. UNO-Obristen hatten Mladic als "den größten Feldherrn des Balkans" bei einem Toast nach Srebrenica gelobt. Alles in der einschlägigen Literatur auch nachzulesen. Völliger Unsinn und glatte Geschichtsverfälschung ist, dass Ungarn zur Zeit der NATO-Operation im Kosovo 1999 noch kein NATO-Mitglied gewesen wäre. Spekulierst du immer mit der Unwissenheit deiner Leser? Natürlich war Ungarn damals bereits (noch isoliertes) NATO-Mitglied und einer der Basen der US-Luftwaffe - auch zwecks Casevac - war der (früher sowjetische) Luftwaffenstützpunkt Kaposvar. Ich hatte mit etlichen US-GI in einem Pub im benachbarten Pecs damals Coke getrunken. Wirklich Coke, die waren da sehr penibel Faktum aber war und ist, dass die serbo-jugoslawische Propaganda (hieß sogar "Serbnet") in den USA wie vor allem in Großbritannien nach 1991 alles unternommen hatte, um Kroatien als "faschistisch" und natürlich mit der Nazi-Keule als "Ustascha"-Hort zu denunzieren - und sich selbst als Hüterin des "guten Jugoalwien" aufzuspielen. Es dauerte denn auch bis um 1995 als die USA - gegen massiven Widerstand der Briten! - die tatsächliche Situation erkannten - und das unabhängige Kroatien zu unterstützen begannen. Es hatte sogar zu einer erheblichen "Verstimmung" zwischen den Briten und den Amerikanern geführt, als die US-Militärs 1995 drauf kamen, dass ihnen die Briten absichtlich die abgehörte Kommunikation der serbischen Militärs in Bosnien und mit Belgrad verschwiegen. (Das war besonders signifikant im Zusammenhang mit dem Abschuss des F-16 mit O'Gady). Tito und die Briten? Da gab es verdammt enge Kooperationen schon während des Partisanenkrieges. In amerikanischen Quellen von Mitgliedern OSS geschrieben, wird sehr massiv darauf hingewiesen, wie die britischen Kommandostrukturen im Mittelmeer durch kommunistische Tito-Sympathisanten unterwandert waren. Siehe u.a. Kirk Ford, OSS and the Yugoslav Resistance 1943 - 1945. Ein Ergebnis davon war, u.a. die militärisch völlig unnötige Zerstörung der Stadt Zadar/Zara durch britische Bomberverbände, die auf gefälschten Berichten über angeblich starke deutsche Truppen-Konzentrationen der kommunistischen Partisanen an das alliierte Mittelmeer-Theater fußte. Tatsächlich aber ging es darum, das historische Erbe von Zadar/Zara bzw. seiner italienisch-venezianischen Geschichte auszutilgen. adar als eine italienische Enklave nach Versailles war eine Fluchtburg der Italiener aus Dalmatien nach 1919, als die bis dahin italienische dominierten Stadtbevölkerungen unter Serbojjugoslawien keine Perspektive m,ehr sahen. (Vorsichtig formuliert, um nicht "nationalistisch" zarte Seelchen zu verletzen). Im Übrigen: Zwischen 1948 und 1960 erhielt Tito-Jugoslawien von den USA und Großbritannien ganz offiziellen ausgewiesen (!) 2,2 Milliarden Dollar an Unterstützung. Etwa doppelt so viel wie (West-) Deutschland aus dem Marshall-Plan von 1948 bis 1952. Das nur am Rande. Quelle: Encyclopaedia Britannica, 15th Ed., Vol. 29, Yugoslavia. |
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