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Nach bereits zwei sehr schönen Besuchen hier in Istrien war die Wahl auch 2006 wieder den Sommerurlaub bei Porec zu verbringen nicht schwer.
Bereits im Mai hatten wir eine Woche auf dem Campingplatz „Zelena Laguna“ verbracht und Ausschau nach einem neuen Platz gehalten. Diesmal sollte es der Platz „Ulika“ nördlich von Porec werden. Eine gute Wahl wie sich jetzt heraus gestellt hat. Das Personal ist sehr freundlich und kann größtenteils deutsch. Die Sanitäranlagen sind noch schöner und sauberer wie die schon wirklich guten auf Zelena. Zwei Grillrestaurants, ein Imbissgrill+ Pizzeria und Restaurants sogen für das leibliche Wohl. Herauszuheben ist in jedem Fall die mitten auf dem Platz befindliche Restauration. Eine derartige Portionsgröße bei Preisen von weniger als 20.-€ für zwei Pers. Inkl. Trinken ist schon einmalig. Unbedingt das Wiener Schnitzel probieren! Richtig sollte es Monster oder Saurierschnitzel heißen! Das es gut schmeckt muß ich nicht extra erwähnen. Die Aufteilung des Platzes mit einer mittigen Erhöhung ist sehr schön, es verläuft sich vieles und man hat nicht das Gefühl auf einem Platz dieser Größe zu sein. Der Strand ist typisch mit eingelassenen Natursteinen und Kies. An unserem Platz im Abschnitt C war sogar schnorcheln richtig gut möglich. Nach ca. 50mtr. meerseitig fällt der Grund steil ab und es gibt in knapp 5mtr. Tiefe viel an Fischen und Pflanzen zu bestaunen! Im September ist die Altersklasse Ferienbedingt nicht mehr die jüngste, aber genau das macht ja die Ruhe auf dem Platz aus! Außer ein paar Bayuwaren die gerne musizierten war es Erholung pur! Vom Platz zu den Radtouren. Auch hier ist das Rad Pflicht. Schöne Wege und Pisten nach Porec und Richtung Norden gilt es zu erforschen. Ein Moutenbike darf es aber ruhig sein. Die Wege sind teils steinig mit Gefälle da macht das tolle 99.- € Baumarktteil schnell schlapp. Eine tolle Tour ist auch am nördlichen Ufer des Limpinskykanals zu empfehlen. Sportliche Naturen starten natürlich vom Campingplatz aus, Wir sind bis Vrsar zum Busparkplatz mit dem Auto gefahren. Von dort ist es ausgeschildert. Man kommt an der Piratenhöhle vorbei, die Landschaft ist schön und mit viel Wald schattig genug auch bei Sonne zu fahren. Man kann bis zu einer größeren Piste fahren und dort rechts den Heimweg antreten, oder man fährt bis zum nächsten Dorf. Dort geht es auf der Strasse über Flengl wieder zurück. In Flengl muss man übrigens mal zum Spanferkelessen anhalten. Schade das unser Restaurant Si..o wo letztes Jahr noch mit angemessen günstigen Portionen viele Pluspunkte sammeln konnte, dieses Jahr sehr enttäuschte. Die Doppelportion ließ noch allzu viel vom der Telleroberfläche erkennen, Brot wurde extra berechnet und zur entgültigen Negativbewertung führte das in der Karte 55,-Kn ausgewiesen, berechnet aber 60Kn wurde. Deswegen fange ich zwar keine Diskussion an, aber auf unseren nächsten Besuch wird er wohl lange warten dürfen. Gegenüber ist das Restaurant Laura, davon hat man schon viel gutes gehört. Als Ausflugsziel sollte ruhig auch mal über die Plitvicer Seen nachgedacht werden. Ein Naturerlebiss sonder gleichen! Aber eins gleich vorweg: Die Anfahrt ist nichts für „100Km sind mir zuviel“ sager. Die Anfahrt von Porec über die Autobahn ist über 300Km, und auch bei nur „bedingter“ Beachtung der Verkehrsregeln (Ich lasse mich nicht von jedem rostigen Renault 4 Baujahr 1968 todesverachtend überholen) 3,5 bis 4Std. Was man zu sehen bekommt ist diese Tortour jedoch zu 100% wert! Kaskadenartige Seen mit tükisfarbenen klaren Wasser ist ein einmaliges Erlebnis! Unter www.np-plitvicka-jezera.hr kann man mal reinschauen. Auch die Fahrt bietet schon viele schöne Eindrücke von der wunderschönen Landschaft. Leider sind auch noch die Spuren des Krieges dort nicht ganz verschwunden. Die fahrt durch die Berge und Täler auf der Autobahn lassen schnell verstehen warum 8,-€ Maut verlangt wird. Tunnels und Brücken ohne Ende. Aber bitte immer schön als Fahrer den Rückspiegel beachten. Und die Tempolimits. 100mtr 80km/h dann 200m 100Km/h dann wieder 80 im lockeren wechsel. Dran halten tun sich nur Touris, der Rest brennt rechts und links an einem vorbei. Mein Rekord lag bei 180 im Rennen mit einem BMW X5 wo von einer Zivilstreife mit Blau/Rotlicht gejagt wurde (Ich fuhr mit Respektabstand hinterher). Der arme A6 hatte aber wohl das Nachsehen. Den X5 nebst blonder Beifahrerin habe ich an der Mautstelle oberhalb Opatija wider neben mir gehabt. Die Überholmanöver der Kroaten sind schon beeindruckend. Entweder haben die Röntgenaugen oder sind derart optimistisch weil ja gestern auch keiner hinter der unübersichtlichen Kurve kam. Also immer schön Augen auf. Vorsicht auch vor Radar und Laserpistolen. Die tarnen sich 10x besser als unsere Freunde in Grün/Weiß. Kassiert wird immer vor Ort! Ich hatte keine Probleme damit. Fahr ja immer 10Km/H langsamer als erlaubt. Auch dieses Mal war wieder der Treff vom Istrienforum sehr schön. Bin schon gespannt wo wir uns nächstes Jahr wiedersehen. Noch kurz ein Wort zu den Preisen. Man liest immer wieder das alles so teuer geworden wäre. Ich kann das nicht bestätigen. Im Vergleich zu Deutschland klafft da doch noch eine große Lücke. Der Campingplatz mit 4* kostet weniger als die Hälfte des vergleichbaren an der Ostseeküste. Hier ist aber der Strom schon mit dabei. Essen auf dem Platz und auch außerhalb ist weiterhin merklich günstiger. Vor allem die meist sehr flotten und freundlichen Bedienungen fallen sehr positiv auf. Wie fast alle Kroaten. Kleine Ausnahme. Die Bäckersfrau im Supermarkt. „Noch was! Noch was?... Aber ich glaube die ist nicht so, sondern versteht die Sprache noch nicht so gut. Man bedenke das wir uns im Ausland befinden. Kennt das jemand aus Frankreich oder Italien? Nahezu jeder mit dem man in Kontakt kommt versucht uns in mehr oder weniger gutem Deutsch zu helfen. Das ist nicht selbstverständlich! In Deutschland gleich gar nicht! Aber wieder zu den Preisen: Bier sollte man in Flaschen kaufen. Eine Dose 500ccm „Union“ liegt bei etwa 6,50Kn. Als Flasche kostet sie 4,50Kn. Da ist zwar Pfand drauf, aber das kennen wir ja. Immer schön den Kassenzettel aufheben. Sonst gibt es kein Geld zurück. Der Einkauf im Supermarkt hat etwa deutsches Niveau erreicht. Qualität und Preis stimmen. Wir ziehen den Supermarkt Richtung Zelena an der Abfahrt zur Autobahn vor. Er ist etwas versteckt hinter einer Bank. Weniger Touris = weniger Gedränge. Die Preise sind etwas unter dem des bekannten Kunzum. Das wars auch schon wider aus unserem Urlaub. Von Quallen kann ich nichts berichten, die haben die Haie gefressen. Touris mögen die keine. Sie werden wohl fett davon. Wir haben uns wider prächtig erholt, hatten super Wetter, haben wider nette Leute kennen gelernt Und werden auch in 2007 wieder im zu teuren Quallenverseuchten kriminellen Istrien zum Urlaub kommen. Denn merkt Euch. Erzählt nicht zuviel Gutes Euren Bekannten. Sonst kommen noch mehr in dieses „kleine“ Paradies. Heiko und Tanja. |
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Hallo Heiko und Tanja, ein sehr informativer Bericht-aber wo sind denn die Fotos dazu???? Macht einen Urlaubsbericht noch interessanter!!!!
Freut mich sehr, daß euch der CP Ulika gefallen hat.Wir sind schon einige Male dort gewesen und es gibt eigentlich für uns nichts vergleichbares. Auch wir sind der Meinung, daß es dort im September besonders ruhig und erholsam ist! LG crisi |
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Euer Bericht entspricht viel unserer Erfahrung, allerdings dieses "Fahr ja immer 10 Km/H langsamer als erlaubt", geht mir aufn Sack. Und da wundert ihr euch das ihr Überholt werdet?Würd ich in Deutschland genauso mit euch machen
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SV Stuttgarter Kickers 1899 e.V. |
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Zitat:
Wer mich kennt weiß wie ich das meine. |
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@vulkanheiko:
Wie seid Ihr nach Plitvice gefahren, die A1 bis Ogulin und dann über Josipdol oder die Autobahn bis Karlovac und dann über Slunj nach Plitvice? Wir sind dieses Jahr auch endlich nach Plitvice gefahren, aber die Eindrücke waren sehr zwiespältig. Aufrgund einiger Berichte auch hier im Forum war ich zwar darauf gefaßt, Spuren des Krieges von vor 11 Jahren zu sehen. Aber was wir auf unserer Fahrt entlang der Straße Nr. 42 von Ogulin über Josipdol und Plaski nach Plitvice zu sehen bekamen, hat mich tief erschüttert. Von diesem schrecklichen Bürgerkrieg und seinen Verwüstungen zu lesen und zu hören ist eine Sache. Aber mit den Folgen unmittelbar konfrontiert zu werden ist etwas anderes. Ab Ogulin wurden die Zerstörungen in den Orten der alten Vojna krajina, der Militärgrenze aus Habsburger Zeiten, immer schlimmer. Bald gab es keinen Ort mehr ohne Häuser, die wie Schweizer Käse durch Einschußlöcher gezeichnet waren, immer um die Fenster und Türen herum. Dann einige völlig verwüstete Dörfer, die bizarren Ruinen in einem völlig unwirklichen Kontrast zur ach so friedlichen und wunderschönen Umgebung. Und auf der Schlußstrecke im Wald kurz vor Plitvice links und rechts der Fahrbahn Warnschilder vor Landminen. In völligem Kontrast dazu der wunderschöne Nationalpark mit seinen Seen, Schluchten und Wasserfällen, allerdings für einen Tagesausflug von Porec definitiv zu weit weg, zumal in der Hauptsaison. Auch auf dem Rückweg über Karlovac-Zagreb-Maribor entlang der Straße Nr. 1 über Slunj bis Karlovac wieder unzählige gebrandschatzte oder zerschossene Häuser. Selbst in Karlovac sind die Schäden deutlich zu sehen, allen voran die Ruinen am Ortseingang, welche heute die unheimlichen Kulissen eines Kriegsmuseums bilden. Trotzdem: Wer die Zeit hat, sollte diesen Ausflug unbedingt unternehmen, das Ziel ist wirklich lohnenswert. Und die Pensionen rings um den Nationalpark sind auf das Geld der Touristen angewiesen. |
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Salü Udo,
ich denke so sind wir auch gefahren. Die scheinen damals alles beschossen zu haben was rechts und links der Hauptstrasse war. Aber das ist halt auch Kroatien. Wir sollten es als Mahnmal verstehen und uns darüber freuen das wir ein friedliches Miteinander genießen können. Hattet Ihr auch soviele Busladungen an den Seen? Wir haben eine "Herde" überholt und hatten dann richtig Ruhe die wunderschöne Landschaft zu genießen. Gruß vom Vulcanheiko |
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Halli Vulcanheiko,
wie ich bereits schrieb, waren wir Ende September im Park, und zwar Sonntag und Montag. Sonntag war es noch recht voll mit einigen Busladungen, die mann entweder passieren lassen oder überholen muß. Dafür gab es am Montag morgen eine schon fast gespenstische Leere, wunderbar! |
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