Istrien
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Thema: In und um Pula - Teil 19: Das Küstenfort Forno (nördl. Barbariga)

  1. #1
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    In und um Pula - Teil 19: Das Küstenfort Forno (nördl. Barbariga)

    Am 23.09.2008 war es soweit, die Festung Forno sollte ''erobert'' werden.
    Der Pkw blieb am südlichen Ende des Sperrgebietes zuück. Dort steht ein einsames
    Wohnhaus in herrlicher Lage unmittelbar am Strand.



    Wie üblich hatte ich die beste aller Ehefrauen im Schlepptau.
    Etwas mühsam stolperten wir auf dem felsigen Strand in Richtung Norden.
    Vorbei an lauschigen Plätzchen



    Irgendwann kam die Festung in Sicht



    Bei dem hellen Gebäude beginnt das eigentliche Sperrgebiet.



    Dieses Tor musste umgangen werden. Ein Blick von drinnen nach draussen.



    Im Hintergrund sind alte, frei zugängliche Unterkunftsgebäude zu sehen.
    Wir waren zunächst durch den Stacheldrahtzaun am Strand gekrochen und dort weitergegangen. Diese war
    jedoch ein Irrweg. Man muss (von draussen gesehen) rechts oberhalb des Tores einen Durchlass suchen.
    Nur so kommt man auf den Weg innerhalb des neuen, grünen Zaunes



    Der führt vorbei an verschiedenen Unterständen zur Festung.



    Die lezten paar hundert Meter geht es bergauf und plötzlich ist die Festung erreicht.







    Ein sogenannter Koffer zur Nahverteidigung bei Infanterieangriffen.






    Das Maschinenhaus wurde 1944 durch eine Explosion völlig zerstört. Die darin befindlichen Generatoren
    wurden mit Benzinmotoren angetrieben, was nur auf Forno der Fall war. Manche Historiker vermuten, das
    dieser Umstand mitverantwortlich für die Explosion sein könnte.







    Es gibt aber noch genügend unzerstörte Bauwerke.





    Die Innenräume sind auch sehr einladend. Da konnten wir nicht widerstehen...




    Blick nach draussen.



    Dieser Raum wird offensichtlich als Stall genutzt



    Es gibt viele Gänge und Räume, die teilweise sehr dunkel sind. Da wir mal wieder kein brauchbares Geleucht
    dabei hatten, verzichteten wir auf eine Inspektion der tiefer gelegenen Räumlichkeiten.








    Aber auch von aussen kann man noch einiges besichtigen.



    Diese Schäden sollen erst nach dem Ende des 2. Weltkriges entstanden sein.




    Hier drinnen war wahrscheinlich die Küche und weitere Versorgungseinrichtungen



    Hier ein weiterer Koffer zur Grabenverteidigung



    Das war einmal die Stellung eines der schweren Geschütze



    Dieses Gerät diente zur Befestigung der Stacheldrähte für die Nahverteidigung. Wer dahinein stürzte, hatte
    nichts mehr zu lachen.



    Hier hatten wir leider eine Begegnung besonderer Art. Die vielgeliebte Gattin erstarrte plötzlich zu Salzsäule.
    Sie war, was selten vorkommt, zunächst sprachlos. Es dauerte daher einige Sekunden, bis ich die Ursache
    dieses, gelegentlich ganz erfreulichen, Zustandes erfasste. Sie war fast auf eine ca. 2 Meter lange, relativ dicke
    schwarze Schlange getreten. Der Schreck beruhte auf Gegenseitigkeit, denn die Schlange machte sich sehr
    schnell davon. Obwohl sie über eine recht große freie Fläche flüchtete, gelang mir kein Foto.
    Leider war die Entdeckerlaune hin. Die ''Regierung'' bestand auf geordneten Rückzug. Als wohldressierter
    Ehemann gab ich nach...
    Wir traten auf kürzesten Wege den Rückzug an. Dabei fanden wir noch diese merkwürdigen Geräte.



    Dem eingeprägten Schriftzug nach, waren sie für die Kanonen bestimmt. Ich vermute, dass die Dinger etwas
    mit dem Transport der Treibladungen zu tun hatten.
    Auf dem Rückweg längs des Zaunes am Strand, fiel und noch dieser Beobachtungsstand auf. Der wirkte
    eigentlich recht neu.
    Unbehelligt erreichten wir wieder das eingangs gezeigte Tor. Die Umgehung klappte. Wir besichtigten noch
    die alten Unterkunftsgebäude. Danach ging es direkt am Strand weiter, bis wir endlich abgeschlafft den
    Ausgangspunkt der Wanderung erreichten.



    Von einer Nachahmung dieser Excursion möchte ich abraten. Erstens soll die Absperrung verbessert ,also
    verschärft worden sein. Zweitens soll das Wachpersonal recht unfreundlich auf ungebetene Besucher
    reagieren. Wir hatten einfach Glück...

    Gute Nacht!
    Huberlinger36
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  2. Die folgenden 7 Nutzer bedanken sich bei Huberlinger36 für den guten Beitrag:

    claus-juergen (29.06.2009), Daniela86 (29.06.2009), Hero (29.06.2009), JoJo40 (29.06.2009), Markohombre (29.06.2009), Tamara98 (29.06.2009), wallbergler (29.06.2009)

  3. #2
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    AW: In und um Pula - Teil 19: Das Küstenfort Forno (nördl. Barbariga)

    Wie immer ein Genuss , der Bilderbericht von Huberlinger. Spannend zu lesen wie ein Roman. Vielen Dank dafür !

    Grüße
    Andreas

  4. #3
    Registriertes Mitglied Avatar von Markohombre
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    AW: In und um Pula - Teil 19: Das Küstenfort Forno (nördl. Barbariga)

    Zitat Zitat von diver Beitrag anzeigen
    Wie immer ein Genuss , der Bilderbericht von Huberlinger. Spannend zu lesen wie ein Roman. Vielen Dank dafür !

    Grüße
    Andreas

    ....stimmt Andreas. Huberlinger hat dafür mal wieder ne Nachtschicht eingelegt. Hut ab.....


    LG Manfred

  5. #4
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    AW: In und um Pula - Teil 19: Das Küstenfort Forno (nördl. Barbariga)

    Falls jemand das Thema akkustisch untermalt haben möchte, bitteschön:


    Für schwache Leitungen:
    http://photoforum.istria.info/./data...orno_klein.wmv

    Für die schnellen Geräte:
    http://photoforum.istria.info/./data...rno_mittel.wmv

    Nichts ist (angeblich) unmöglich....
    LG Huberlinger36
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  6. #5
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    AW: In und um Pula - Teil 19: Das Küstenfort Forno (nördl. Barbariga)

    Weil es mir gerade so einfällt:

    Vielleicht möchte jemand die Lage und die ''Anreisemöglichkeiten von Forno etwas genauer sehen: Google Earth macht es möglich!

    Viel Erfolg beim Wandern wünscht
    Huberlinger36











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  7. #6
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    AW: In und um Pula - Teil 19: Das Küstenfort Forno (nördl. Barbariga)

    Hallo!

    Supertoller Bericht!

    Ich hatte auch am 27. Juni 2009 das Vergnügen die Anlage besichtigen zu können!

    Nächstes Jahr sicher wieder! Nur in den Keller hab ich mich nicht getraut! Und man sollte dort schon sehr aufpassen, da die meisten Gänge am Boden mit Heu oder Stroh verdeckt sind, daß man nicht irgendwo runterfällt.

    Auch eine schwarze Schlange haben wir beim Fußmarsch vom Camp Colone dorthin getroffen! Ich weiss nicht, wer sich mehr erschreckt hat!

    mfg
    Christian

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