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Hallo Anä,
ohne dir zu nahe zu treten - man kann den Geschmack von zusammengemischten Ölen schon gut hinkriegen - aber die inneren Werte einer "ECHTEN" ersten Pressung ist für 14 Euro nicht zu bekommen (ausser man ist direkt beim Olbauern und kauft direkt ein wie in Kroatien) - bei uns kosten Spitzenöle aus Italien oder Spanien (seit einiger Zeit auch Griechenland) der 1/4 Liter 10-25 Euro und mehr. Geschichlich gesehen ist das Olivenöl Kroatiens schon aus Römerzeit besser als das aus Italien - aber es fehlte immer an der nötigen Menge und der (gottseidank) noch nicht allzu professionellen Vermarktung. Also - entweder Extra Vergine vom Aldi oder was Gutes (alles dazwischen ist weggeschissenes Geld - und das gilt für viele Produkte) MfG Holger |
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Zitat:
Spitzenolivenöle direkt vom Hersteller mit ausgezeichneter Verbraucheraufklärung bekommt man hier: http://www.artefakten.net/de/startseite,0 Kroatische Öle sind leider nicht dabei. |
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so,
um noch mal auf den Eingangsbeitrag zurück zu kommen. Es stimmt schon, dass in Meneghetti Öle zu den genannten Preisen (80 - 150 €) verkauft werden. Konnte mich gerade exclusiv mit einem kroatischen Kenner des Ölivenöls unterhalten und verschiedene Öle kosten. Hier wurde mir (als Laie) dann erklärt, dass nicht "Extra Vergine" das Spitzenprodukt ist, sondern das sog. Tropföl. Also, jenes Öl, das vor dem eigentlichen Pressen von dem Eigengewicht aufeinander gestapelten Matten herabläuft, wird als Tropföl bezeichnet. Es gilt als besonders wertvoll und ist stark limitiert. Kenner bezahlen für dieses Öl, wenn die Mattenlagerung (keine geplatzten Oliven, Temperatur, Sauberkeit, kurze Lagerzeit) stimmt auch mal 200 € für den Liter. 500 kg Oliven ergeben ca 5 Liter Tropföl, und dies auch nur in wenigen privaten Olmühlen, da es einen sehr großen Aufwand bedeutet dieses Öl sauber aufzufangen. Wichtige beim Kosten des Ölivenöls auf Qualität (nur pur, ohne Brot, etc) ist ein leichtes Kratzen wenn es den Hals hinuterläuft. Für Kenner ist dies das besondere Merkmal, auf die Farbe kommt es weniger an, diese hängt von der Olivensorte ab. Also das Tropföl (Oberflächenöl) hat mir sehr gut geschmeckt, ich empfand es auf der Zunge als weich, sehr dickflüssig, auch das Kratzen habe ich gemerkt (oder war es Einbildung ?), aber der besonders fruchtige Geschmack, der war (auch von mir) sofort zu schmecken. Mhhh, ich habe immer gedacht je weicher und goldener desto besser, ... aber man lernt ja gerne hinzu. ...und jetzt, ... nachdem ich in der letzten Stunde so viel wertvolle Flüssigkeit zu mir genommen habe, was mache ich jetzt ... werde in den Keller gehen und mir aus den großen Edelstahlbehälten einen oder zwei 53% tige Grappa genehmigen. Ich hoffe Miroslav liest dies nicht, er meinte ich müsse diesen besonderen Geschmack über Nacht würdigen.
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Grüße Jürgen Das große Glück ist die Summe kleiner Freuden
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@JoJo40: Alter Schwede, daß sind aber wirklich krasse Preise. Ob sie es wert sind, entscheidet letzendlich der Verbraucher. Ich habe allerdings das gleiche Gefühl wie bei kroatischen Weinen, nämlich daß die Erzeuger glauben, das Preiswachstum ist nach oben unendlich.
Wenn ich heute z.B. den Preis des Dingac sehe kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Bei meiner oben angegebenen Quelle kostet das von Dir erwähnte Tropföl (hier aus Apulien) 31,-€ pro Liter bei einem Quasi-Direktkauf. Im Handel würde es sicher 60,-€ plus X kosten. Ich habe es diesen Mai probiert, es war köstlich. Ich war aber nicht bereit, diesen Preis zu bezahlen. Wir haben dieses Jahr über unsere Vermieter in Porec ein köstliches Öl für ca. 11,- pro Liter bekommen, das genügt unseren Ansprüchen voll und ganz. Es ist ähnlich dem Öl von Agrolaguna. Wie sagt der Kölner: Jeder Jeck ist eben anders... |
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@ udo ...
habe für den Preis ja auch nichts gekauft, hatte nur das Glück, dass Miroslav zufällig bei meinen Gastgebern war ... gekauft habe ich schon Öl, aber zu Preisen von 8 € den Liter ... aber wir geschrieben, das echte Tropföl ist fast nicht zu bekommen, es findet sich halt immer ein Jeck ... und solange der sich findet wird es eben von Jahr zu Jahr teurer ...
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JoJo, das Kratzen im Hals selbst ist leider noch kein Garant für ein gutes Olivenöl, die Billigöle der Discounter kratzen auch
Sollen sie ihr Öl für 200 Euro den Liter kaufen, ich hätte da nichts davon, da man auch übers Internet für 10 -20 Euro sehr gute (meinem Geschmack nach) Olivenöle bekommt |
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Zitat:
Das mit dem "Kratzen" von ganz frisch extrahiertem pikantem Olivenöl hat jojo richtig beschrieben. Es baut sich in einer Flasche mit der Zeit ab. Apropos Lagerung. Wir kaufen das meiste frische Olivenöl ein, höchstens zwei Tage nachdem es "gepresst" worden war, bei unserem Ingenieur. (Der Mann betreibt den kleinen Olivenbau mit etwa 1000 kg Olivenernte nebenberuflich, bzw. seine italienisch stämmige Frau, die die Grundstücke ererbt hatte). Da wir unseren Jahresbedarf - einschließlich gelobten Gastmitbringsel - eindecken, füllen wir nach der Heimkehr unseren Schatz in 0,5 und 0,75 L Flaschen mit Schraubverschluss bis zum Halsansatz ab - und evakuieren mit der Vakuum-Pumpe vor dem Verschließen. Man kann dabei beobachten wie viel an Luftperlen aus dem Olivenöl gesaugt werden. Luft(sauerstoff) führt bei dem unbehandelten Öl zur frühen Alterung, bzw. häufig bei langer Lagerung zu einem ranzigen Geschmack. Die ideale Lagertemperatur des Schatzes wäre um die 15°C. Im Kühlschrank begänne das edle Öl schon bei rund 10°C zu stocken, sodass wir es im dunklen Keller bei den dort vorherrschenden 20°C lagern (müssen). Ohne geringstem geschmacklichen Qualitätsverlust selbst nach einem Jahr. |
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Die Verkaufsstände rufen bei uns auch immer wieder Kopfschütteln hervor/die Touris die dort kaufen. Hab jetzt Sinnbildlich die Stände oberhalb vom Limskikanal im Kopf. Permanente Temperaturwechsel, Licht und Schatten; ich glaub all das vertragen Öle und Schnäpse sicher nicht gut. Aber die nachfrage regelt ja auch das Angebot.
Gruß Marcus |
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