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Zagreb- Vor der kroatischen Präsidentenwahl am 02.01.2005 liegt Stjepan Mesic in allen Umfragen deutlich vor seiner Hauptkonkurrentin Jadranka Kosor von der Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft/HDZ). Meist werden ihm um die 50 Prozent zugesprochen. Fraglich scheint also vorerst nur, ob der Kampf über eine oder zwei Runden gehen wird.
Insgesamt bewerben sich 13 Kandidaten. Die meisten haben keine Chance, ernsthaft einzugreifen, doch könnten sie den Spitzenkandidaten den einen oder anderen entscheidenden Prozentpunkt wegnehmen. Da die meisten der "Außenseiter" - wie Ex-Fußball-Teamchef Miroslav "Ciro" Blazevic, der frühere HDZ-Rechtsaußen Ivic Pasalic oder Slaven Letica (Partei des Rechts/HSP) - aus dem rechten Eck kommen, dürften sie vor allem das Stimmenreservoir von HDZ-Kandidatin Kosor anknabbern. (kurier.at) |
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Stipe Mesic hofft auf seine Wiederwahl
Am Sonntag wählen 4,3 Millionen Kroaten einen neuen Präsidenten. Der Amtsinhaber, der das Land aus der Isolation geführt und der EU angenähert hat, ist Favorit. Doch im Falle eines zweiten Wahlgangs könnte es noch einmal spannend werden Am Sonntag ist die kroatische Bevölkerung aufgerufen, einen neuen Staatschef zu wählen. Nimmt man die letzten Umfragen zum Maßstab, wird der neue Präsident auch der alte sein. Der von einem Mitte-links-Bündnis getragene parteilose 70-jährige Stipe Mesic liegt mit mehr als 45 Prozent der Stimmen in allen Landesteilen weit vorn. Doch noch hoffen die Gegenkandidaten, dass der populäre Bartträger die absolute Mehrheit verfehlen und ein zweiter Wahlgang nötig wird. Vor allem die Kandidatin der regierenden konservativen Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ), Jadranka Kosor (51), rechnet sich aus, bei einer Stichwahl dem Amtsinhaber näher auf den Pelz zu rücken. Die für die ehemalige Journalistin und stellvertretende Premierministerin im ersten Wahlgang prognostizierten 17 bis 24 Prozent wären nicht nur eine persönliche Niederlage, sondern auch eine Schlappe für Premierminister Ivo Sanader. So setzte die Regierungspartei in den letzten Tagen alles daran, den bisher eher langweiligen Wahlkampf zu dramatisieren. Kosor fiel es lange Zeit schwer, Profil gegenüber Mesic zu gewinnen. Denn seit die HDZ auf die Linie Mesic eingeschwenkt ist, mit dem Aufbau eines demokratischen Rechtsstaates ernst zu machen und Kroatien auf die Integration in die Europäische Union vorzubereiten, fehlen die Reibungspunkte. Dass es der Regierung Ende November gelungen ist, die EU zur Aufnahme von Verhandlungen über den Beitritt Kroatiens zu bewegen, hatte kaum Wirkung auf die Wähler. Denn die Öffentlichkeit weiß sehr wohl, dass es der im Januar 2000 erstmals gewählte Mesic war, der mit seiner Politik die Isolation Kroatiens beendet hatte. Und auch die kürzlich stattgefundene Reise Sanaders zum ehemaligen Kriegsgegner in Belgrad brachte kaum Punkte ein. Denn Mesic war es schon in den Jahren zuvor gelungen, bei den Nachbarländer Serbien, Slowenien sowie Bosnien und Herzegowina überzeugend für seine Friedenspolitik zu werben und die Weichen für die Reintegration der 1995 geflohenen Serben in Kroatien zu stellen. Daher verschärfte die HDZ ihren Wahlkampf. Die für Behinderte und Kriegsopfer engagierte Kosor lehnte eine Fernsehdiskussion mit Mesic ab, weil dieser sie angeblich beleidigt habe. Angesichts des aufwändigen Wahlkampfs der Gegnerin, deren Plakate überall zu sehen sind, hatte Mesic gewitzelt, beim Anschneiden einer Pastete fürchte er, Kosor werde aus der Füllung springen. Außerdem stellte die Kandidatin sich plötzlich auf die Seite der Umweltschützer, die den Bau einer Pipeline aus Russland zum Adriahafen Rijeka verhindern wollen. Das Projekt brächte mehr Nachteile als Vorteile, der Tourismus würde gestört, Umweltkatastrophen würden das Meer verseuchen, erklärte sie. Dass jedoch die Alternative, der italienische Hafen Triest, nur wenige Kilometer entfernt liegt und bei einer Änderung der Planungen Kroatien Milliardenbeträge zugunsten Italiens und Sloweniens verloren gingen, musste selbst Regierungschef Sanader einräumen. Der Schuss ging also nach hinten los. So bleibt Kosor nur zu hoffen, eine niedrige Wahlbeteiligung werde ihr angesichts des reibungslos funktionierenden Apparates der HDZ zugute kommen. Und sie setzt darauf, dass bei einer Stichwahl die Stimmen, die im ersten Wahlgang auf die 12 anderen Kandidaten entfallen, ihr zugute kommen. Die meisten dieser Kandidaten stammen aus dem konservativen bis rechtsradikalen Lager. Einige der Exdiplomaten, Generäle, Fußballtrainer und Exilkroaten könnten im ersten Wahlgang immerhin zwischen 2 bis 6 Prozent der Stimmen erhalten. taz Nr. 7552 vom 30.12.2004, Seite 8, 121 Zeilen (TAZ-Bericht), ERICH RATHFELDER |
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Mesic verpasst 50 %
Stichwahl in Kroatien nötig Die Kroaten müssen in zwei Wochen in einer Stichwahl über den künftigen Präsidenten entscheiden. Dies teilte die Wahlkommission in der Nacht zum Montag in Zagreb mit. Beim Wahlgang am Sonntag hatten weder Amtsinhaber Stipe Mesic noch die stellvertretende Ministerpräsidentin Jadranka Kosor von der national-demokratischen Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ) die notwendige Mehrheit von mehr als 50 Prozent erhalten. Mesic kam auf 49,03 und Kosor auf 20,18 Prozent der abgegebenen Stimmen, berichtete das Staatsfernsehen HRT. An der Wahl hatten sich nur 51 Prozent der 4,4 Millionen Wahlberechtigten beteiligt. Der 70-jährige Mesic sagte nach Bekanntgabe der Ergebnisse: "Dies ist ein glänzender Sieg". Er wolle Kroatien unter Wahrung der europäischen Werte in das 21. Jahrhundert führen, seine Gegner dagegen sähen in Richtung Vergangenheit. Seine schärfste Konkurrentin Kosor (51) bezeichnete es als Sieg, dass erstmals eine Frau in der Stichwahl um das Präsidentenamt kämpfen werde. Die große Überraschung war der amerikanisch-kroatische Geschäftsmann Boris Miksic, der auf Anhieb 17,8 Prozent erzielen konnte. Mesic war Kandidat der Mitte-Links Opposition. Miksic galt als Kandidat der extrem-nationalistischen Emmigration. www.n-tv.de
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Wenn Eishockey einfach wäre, würde es Fußball heißen. |
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Gibt es jemanden, der/die in Kroatien lebt oder oft genug da ist, um ein persönliches Bild der beiden Persönlichkeiten zu zeichnen? Würde mich interessieren - den Medien zufolge scheinen beide Kandidaten ja respektable Qualitäten zu haben ...
LG Larry |
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Hallo Larry,
geht mir ähnlich wie dir. Ich hätte auch Interesse an weitergehenden Informationen. Mich würde auch interessieren, wie die Parteien einzuordnen sind. Kann man Vergleiche zu Deutschland ziehen ? Was ist Links, was ist Rechts, wo ist die Mitte usw. ??? gruss uwe |
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Zitat:
So in der Art hatte ich mir die Antwort vorgestellt gruss uwe |
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Hi Uwe,
wenn du dich interessierst und entsprechend neutral informieren möchtest, die FAZ hatte heute einen sehr interessanten Artikel zur Wahl in Kroatien. Dort wurden auch die von dir gestellten Fragen mehr oder weniger gut beantwortet. Wenn du nicht mehr an die FAZ von heute kommst, dann kann ich ggf. den Artikel für die kopieren und zuschicken. |
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Zitat:
Ich hab gerade mal online nachgeschaut, dass ist aber nicht so üppig. Wenn du dir also die Arbeit machen würdest, wäre das prima von dir. Bedanke mich schon mal im voraus meine Emailadresse ist : uwe@istrien.info Vielen Dank gruss uwe |
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