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Alt 16.07.08, 10:39
Benutzerbild von RainEngel
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Standard Kroatien statt Mallorca

Bericht der Welt am Sonntag vom vergangenen Wochenende

Ferienimmobilien an der Adria sind vergleichsweise günstig. Und so siedeln sich immer mehr Bundesbürger an
Von den Karsthügeln im Hinterland der Küste trägt der böige Fallwind Bura den Duft von Oleander und Zistrosen herüber. In einem glutroten Feuerball versinkt die Sonne über der spiegelglatten Adria. Urlaubsstimmung pur auf einer der 1246 kroatischen Inseln. Mit diesem Flair lockt das Land seit dem Ende des Unabhängigkeitskrieges 1995 Jahr für Jahr mehr Gäste an. Über zehn Millionen Urlauber waren es 2007. Etwa jeder fünfte von ihnen kam aus Deutschland. Und immer mehr Besucher sind so fasziniert von den romantischen Küsten und den wilden Gebirgsregionen im Inneren, dass sie eine Ferienimmobilie erwerben wollen.

Die Nachfrage ist inzwischen so groß, dass die Preise deutlich anziehen. "Um rund zehn Prozent sind die Immobilienwerte von Ende März 2007 bis Anfang April dieses Jahres gestiegen", berichtet Michael Grimm, Geschäftsführer bei Engel & Völkers in Kroatien. Der Trend werde weiter anhalten, glaubt Pamela Premm vom Internet-Ferienhausvermittler Fewo-direkt.de. "Auch in den kommenden Jahren sind Wertzuwächse von zehn bis zwölf Prozent pro Jahr zu erwarten."

Denn im Vergleich zu anderen Mittelmeerländern sind die Immobilienpreise in Kroatien nach wie vor günstig. Im Hinterland gibt es in kleinen Dörfern noch immer Ferienhäuser für 100 000 Euro. Deutlich teurer sind Objekte in bevorzugten Küstenlagen. "Der Durchschnittspreis für ein familienfreundliches Natursteinhaus mit 100 Quadratmeter Nutzfläche beträgt 210 000 Euro", berichtet Expertin Premm. Wer sich mit einer Eigentumswohnung zufrieden zeigt, kommt selbst in Küstennähe noch immer für vergleichsweise wenig Geld zu einem Zweitwohnsitz. "Auf der beliebten Urlaubsinsel Rab betragen die Durchschnittspreise für Apartments mit Meerblick und mittlerer Ausstattung derzeit rund 2000 Euro pro Quadratmeter", weiß der Engel-&-Völkers-Experte.

Neben Deutschen und Österreichern sind vor allem Italiener auf der Suche nach einem Zweitdomizil im Land. "Weil Ferienimmobilien in Kroatien noch immer deutlich billiger sind als in Italien, erwerben viele Käufer ihr Urlaubsdomizil im Nachbarland", erläutert Grimm. Ein Blick auf die Preise an den italienischen Küsten zeigt, warum immer mehr Familien auf der Apenninhalbinsel ihren Blick zur anderen Seite der Adria wenden: Unter 300 000 Euro gibt es in Italien in guten Lagen kaum ein kleines, bezugsfertiges Apartment.

Der Aufschwung in Kroatien werde noch viele Jahre anhalten, glaubt Grimm. "Das Potenzial im Land lässt sich mit dem spanischen Ferienimmobilienmarkt vor rund 20 Jahren vergleichen." Dies hätten auch russische Kapitalanleger erkannt, die in jüngster Zeit verstärkt in den Markt einstiegen, sagt der Geschäftsführer. Einige Oligarchen, so berichten kroatische Zeitungen, hätten in den vergangenen Monaten auf der Halbinsel Istrien bereits im großen Stil verlassene Gehöfte und sogar ganze leer stehende Dörfer aufgekauft, um sie zu restaurieren. Die Investoren erhoffen sich solide Wertsteigerungen durch den für 2010 geplanten EU-Beitritt Kroatiens. Wie groß das Interesse der russischen Milliardäre ist, zeigt die neue direkte Flugverbindung, die zwischen Moskau und Pula, der mit rund 60 000 Einwohnern größten Stadt Istriens, eingerichtet wurde.

Selbst in den USA blicken vermögende Kapitalanleger auf die Adria-Republik: Prodamsam, ein auf Ferienimmobilien spezialisierter Internetmakler in New York, hat jüngst Objekte aus dem Balkanland in sein Angebot aufgenommen. "Auf der ganzen Welt gibt es inzwischen eine hohe Nachfrage nach Immobilien in Kroatien", sagt der für die Region zuständige Prodamsam-Manager Salko Krijestorac. Denn in Kroatien kommen längst nicht nur Sonnenanbeter auf ihre Kosten. "Die Küste mit ihren vielen Buchten und vorgelegenen Inseln locken Nautiker und Tauchurlauber aus ganz Europa", sagt Grimm. In den Gebirgsregionen tummeln sich Wanderer und Bergsteiger.

Deutsche Staatsbürger können ohne größere Probleme Immobilien in Kroatien erwerben. Sie müssen vor dem Kauf allerdings die Zustimmung des auswärtigen Ministeriums in Zagreb einholen. Die Genehmigung wird auf Grundlage eines Abkommens auf Gegenseitigkeit zwischen Deutschland und Kroatien problemlos erteilt.

Erst nach der Genehmigung kann der Kaufvertrag notariell beglaubigt und ins Grundbuch eingetragen werden. Zuvor wird in der Regel bereits ein Vorvertrag geschlossen, bei dem zehn Prozent der Kaufsumme als Anzahlung fällig sind. Die Grunderwerbsteuer beträgt fünf Prozent des Kaufpreises, vorbehaltlich einer Schätzung des regionalen Steueramtes. Mit dieser Maßnahme will die Regierung Steuerausfälle durch Unterbriefungen verhindern. Beim Verkauf fallen keine Steuern an, es sei denn, die Immobilie wird vor Ablauf der dreijährigen Spekulationsfrist veräußert. In diesem Fall müssen 35 Prozent des Gewinns an den kroatischen Staat abgeführt werden.

Dies kann ich nur bestätigen. Im letzten Jahr lagen die Durchschnittspreise für den qm von neuen Appartements in Medulin, wo wir gekauft haben, zwischen 1.200 € und 1.300 € je nach Lage und Ausstattung. In diesem Jahr werden weitaus weniger Immobilien angeboten und der Preis liegt je qm zwischen 1.600 € und 1.800 €.
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Gruß

Rainer
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Alt 16.07.08, 11:04
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in dalmatien in meernähe ist nix unter 2000 euro den qm zu bekommen. das ist aber schon seit ca 2-3 jahren so.
die meisten die dort kaufen, kommen aus dem ostblock. frage mich, wie die das auf einmal können?
man darf auch nicht die steuern, die für ausländer anfallen unterschätzen.
die liegen jährlich bei ca 2500 kuna jährlich. dazu halt die normalen unterhaltskosten.
strom, wasser, müll ect. die auch gezahlt werden wenn man nicht dort ist.
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Alt 16.07.08, 11:15
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Zitat:
Zitat von kroatienspezialist
man darf auch nicht die steuern, die für ausländer anfallen unterschätzen.
die liegen jährlich bei ca 2500 kuna jährlich. dazu halt die normalen unterhaltskosten.
strom, wasser, müll ect. die auch gezahlt werden wenn man nicht dort ist.
Natürlich, Nebenkosten fallen an, wobei diese nicht so strak ins Gewicht fallen (höchstens 30 Euro im Monat).
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Rainer
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Alt 16.07.08, 11:17
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Zitat:
Zitat von kroatienspezialist
die meisten die dort kaufen, kommen aus dem ostblock.
Wo ist das denn ???
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Alt 16.07.08, 13:26
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Hallo Fred,

wegen den Steuern; kannst Du sagen, wieviel da auf einen pro Jahr zukommen?
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Gruß

Rainer
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Alt 16.07.08, 14:06
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Für jene die sich in Kroatien anstatt Mallorca da eine Rentner-Residenz zum "Überwintern" anlachen wollen ein entscheidender Hinweis: Im Gegensatz zu den Balearen ist es so gut wie der gesamten kroatischen Küste von November bis in den März saukalt, d.h. man muss mit (zunehmend steigenden) Beheizunhskosten rechnen. Die herrschende Feuchtkälte geht durch das sprichwörtliche Mark und Bein.

Dazu kommt, dass auch in vielen Meer nahen Teilen, etwa Istriens und Dalmatiens, die Bura durch alle Ritzen und Fugen teufelt, wenn man die Hütte nicht ordentlich abgedichtet hat. Freunde, die sich auf Brac vor 12 Jahren ein Haus gekauft und umgebaut hatten um dort "zu überwintern", wie sie dachten , fliehen jetzt wieder im Dezember bis Februar zu ihren Kindern nach Südafrika...

Wenngleich jetzt noch die Stromkosten in Kroatien unter denen in Deutschland und Österreich liegen: Die werden schneller auf vergleichbare Höhe anziehen, weil auch in Kroatien "Energie knapp" ist und eventuell aus politischen Gründen "Sozialtarife" für die ärmeren Bürger eingeführt werden. Wer die Differenz zahlt ist klar: Die "reichen Zweitwohnsitzer"...
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Alt 16.07.08, 15:09
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Zitat:
Zitat von RainEngel
Hallo Fred,

wegen den Steuern; kannst Du sagen, wieviel da auf einen pro Jahr zukommen?
Leider nicht.
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  #8 (permalink)  
Alt 16.07.08, 16:37
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der unterhalt eines hauses in croatien ist nicht vergleichbar mit den laufenden kosten eines hauses in deutschland.

rovinj
telefon fest pro monat 72,00 Kn ohne gespräche
wasser pauschale nach verbrauch lächerlich 3-4 euro pro monat
strom halb so wild da 1 KW 5-10 cent kostet neue preise weis ich jetzt nicht
müll pro monat 40 Kn erst 2 jahre früher nichts
steuer lächerlich auch hier erst 2 jahre früher nichts

habe ich was vergessen?

in dalmatien sind die kosten noch weniger

jadran
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Alt 26.01.09, 15:39
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Standard AW: Kroatien statt Mallorca

Zitat:
Zitat von Franto Beitrag anzeigen
Für jene die sich in Kroatien anstatt Mallorca da eine Rentner-Residenz zum "Überwintern" anlachen wollen ein entscheidender Hinweis: Im Gegensatz zu den Balearen ist es so gut wie der gesamten kroatischen Küste von November bis in den März saukalt
Aha...also in Sachen Bura magscht ja recht haben, die gibbet auf Mallorca nicht, aber ansonsten???

Ich find schon den Begriff "Saukalt" doch ein wenig amüsant, ohne dir jetzt irgendwie damit zu Nahe treten zu wollen.


Also hier mal ein paar Fakten:

Aktuell Durchschnittstemperatur für Januar 09:

Mallorca 9,8
Hvar 10,1
Dubrovnik 9,2
Split 8,8

Wie man sieht liegt Split mit 1 Grad niedriger dieser Jahr, und Dubrovnik mit 0,6 Grad. Hvar geht hier als eindeutiger Sieger hervor mit 10,1 Grad.

November 08 Durchschnitt

Mallorca 13,2
Hvar 14,7
Dubrovnik 13,6
Split 13,5

Auch hier ist Hvar Sieger mit 14,7 und damit 1,5 Grad wärmer als Mallorca. Und auch Split und Durbovnik sind mit 0,3 und 0,4 Grad wärmer gewesen.

Dezember 08 Durchschnitt

Mallorca 10,3
Hvar 11,6
Durbovnik 10.0
Split 10,5

Wieder mal Hvar Sieger mit 1,3 Grad wärmer als Malle. Dubrovnik war 0,2 Grad kühler und Split 0,2 Grad wärmer als Malle.

Februar 07

Mallorca 12,3
Hvar 11,6
Dubrovnik 10,6
Split 11,4

Hier lag mal Mallo vorne mit 12,3. Hvar war mit 0,7 Grad, Split mit 0,9 Grad und Dubrovnik mit 1,7 Grad kühler.

Februar 08

Mallorca 10,7
Hvar 10,7
Dubrovnik 8,8
Split 9,6

Hier liegen Hvar und Malle gleich auf, während Dubrovnik im Februar 08 um 1,9 Grad, und Split um 1,1 Grad kühler waren als Hvar und Malle.

März 07

Mallorca 12,2
Hvar 13,0
Dubrovnik 12,4
Split 12,9

Auch hier war wieder einmal Hvar am wärmsten, während Mallorca das Schlusslicht bildet. Split war mit 0,7 Grad wärmer, und Dubrovnik mit 0,2 Grad, während Hvar 0,8 Grad wärmer als Malle war.

März 08

Mallorca 12,4
Hvar 12,7
Dubrovnik 11,6
Split 12,1

Auch hier wieder mal Hvar am wärmsten.

Im Jahresdurchschnitt wird es noch interessanter:

Mallorca 2007 ->17,2 2008->16,9 auf 11 Jahre gesehen ->16,8
Hvar 2007 ->17,7 2008->17,9 auf 11 Jahre gesehen ->17,4
Split 2007 ->17,6 2008->17,6 auf 11 Jahre gesehen ->17,1
Dubrovnik 2007 ->16,6 2008 ->16,4 auf 11 Jahre gesehen ->16,2

In den Monatsanalysen von November bis März sieht man also, dass entgegen deiner Behauptung immer, mit Außnahme von einem mal, Kroatien wärmer ist als Mallorca, was zeigt das deine Behauptung nicht stimmt. Möchte nicht kleinlig wirken, aber ich Beschäftige mich sehr viel mit Wetter, und finde solche falschen Behauptungen nicht fördernd.

Und auch im Jahresdurchschnitt zeigt sich eindeutig, dass Kroatien wärmer ist als Mallorca. Denn dort nimmt definitv Hvar (Auf 11 jahr 0,6 Grad im Durchschnitt wärmer, 2007 um 0,4 Grad wärmer, und 2008 um einen ganzen Grad im Jahresdurchschnitt wärmer als Malle) den ersten Platz ein, und Split den zweiten. Mallorca nimmt den letzten Platz ein. Jetzt mag man meinen, dass ja Dubrovnik den letzten Platz hat, was aber nicht ist. Denn die Daten für Dubrovnik werden in Cilipi gemessen, 200 m über dem Meeresspiegel, und nicht direkt in Dubrovnik unten, daher müsste Dubrovnik im Jahresdurchschnitt genauso hoch sein wie Split,oder sogar höher, da Cilipi immer um 2-3 grad kühler ist, als Dubrovnik-Gorica. Leider werden aber wie gesagt die Daten nur für Cilipi gesammelt.

Soviel dazu...und allen noch einen wunderschönen TAg

Grüße Kim

Geändert von Pyari2609 (26.01.09 um 15:44 Uhr)
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Alt 26.01.09, 17:15
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Standard AW: Kroatien statt Mallorca

Hallo Kim

Recht hast du. Ein Überwintern in Kroatien kann durchaus eine Alternative zu Mallorca sein. An der Küste und auf den Inseln gibt es so gut wie keinen Schnee und Frost. Wenn ja, dann ist das eine Sensation.
Die Heizkosten ob mit Oel, Gas, Strom oder Holz, wie bei mir sind viel geringer als in Deutschland opder Spanien.
Zum berühmt berüchtigten Burasturm:
Der pfeift ein paar Tage und dann ist er wieder weg. Genau so schnell, wie er gekommen ist.
Zur Info: Heute, am 26.1.2009 habe ich mein 1. Pivo draussen auf der Terrasse eines Lokals hier auf der Insel Krk getrunken.
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