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Alt 25.05.04, 09:31
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Standard Kroatien + Serbien-Montenegro schließen Kooperationsabkommen

Zagreb (AP) Die einstigen Kriegsgegner Kroatien und Serbien-Montenegro haben am Montag ein Kooperationsabkommen über gemeinsame Bemühungen in Richtung eines EU-Beitritts geschlossen. Vergangenen Monat erklärte die EU-Kommission, Kroatien könne Beitrittsgespräche aufnehmen. Vorausgegangen waren mehrere Reformen etwa zur besseren Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag und stärkere Bemühungen um eine Rückkehr der Flüchtlinge. Kroatien hofft auf einen EU-Beitritt im Jahr 2007.

Serbien-Montenegro hat einen mühsamen Regierungsbildungsprozess hinter sich und hofft, Kroatien rasch in die Europäischen Union folgen zu können. Der serbisch-montenegrinische Präsident Svetozar Marovic gratulierte Kroatien zum Beginn von Beitrittsverhandlungen. «Ich bin hoch erfreut, dass Kroatien diesen Schritt gemacht hat», sagte er. «Das ist ein Erfolg für die Region.»

Am Montag wurde zudem die Rückführung von 44 serbischen Häftlingen aus kroatischen Gefängnissen in ihre Heimat vereinbart. In Gesprächen zwischen Marovic und kroatischen Regierungsmitarbeitern ging es zudem um ein Freihandelsabkommen und Grenzstreitigkeiten.

Die Kämpfe zwischen Kroaten und Serben begannen 1991, als Jugoslawien in unabhängige Staaten zerfiel. Die serbische Minderheit in Kroatien rebellierte gegen die Abspaltung von Jugoslawien und eroberte mit Unterstützung aus Belgrad ein Drittel des Landes. Mehr als 10.000 Menschen wurden getötet, Tausende weitere aus ihren Häusern vertrieben. Als Regierungstruppen das Territorium 1995 zurückeroberten, flohen 200.000 Serben außer Landes. Erst nach dem Tod des kroatischen Präsidenten Franjo Tudjman 1999 und der Ausweisung des serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic nach Den Haag im Jahr 2001 verbesserten sich die Beziehungen
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Alt 25.05.04, 16:23
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Die regierungen wollen schön langsam wieder zusammenarbeiten.
Das ist Gut so.

hoffentlich kommt es auch zwischen den Menschen beider Staaten wieder zur versöhnung. Wäre zu wünschen!!!
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TOM
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Alt 25.05.04, 20:43
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Serbiens Präsident in Kroatien

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Alt 26.05.04, 11:01
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Draskovic in Kroatien unerwünscht - Von Präsident Mesic ausgeladen

Serbisch-montenegrinischer Außenminister hätte am 24. Mai nach Zagreb reisen sollen


Belgrad (APA) - Der serbisch-montenegrinische Außenminister und Vorsitzende der Serbischen Erneuerungsbewegung (SPO), Vuk Draskovic, ist in Kroatien offenbar nicht erwünscht. Draskovic sollte am 24. Mai in Begleitung von Staatschef Svetozar Marovic zu einem Besuch nach Zagreb reisen. Der kroatische Präsident Stjepan Mesic lud allerdings am Wochenende den Außenminister des Staatenbundes aus. Gegenüber dem kroatischen TV-Sender sagte Mesic, dass er nur Marovic eingeladen habe. "Marovic ist willkommen", meinte Mesic.

Die kroatische Wochenzeitschrift "Globus" hatte zuvor ein Gespräch mit Draskovic veröffentlicht, in dem dieser davon sprach, dass es in den 90er Jahren in Kroatien einen Bürgerkrieg gegeben habe. Er forderte daher Zagreb auf, seine gegen die einstige Bundesrepublik Jugoslawien im Jahre 1999 beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingereichte Klage rückgängig zu machen.

Getitelt hatte "Globus" mit "Der Friedensbote von Ravna gora". Beim Berg Ravna gora in der Nähe von Valjevo im Westen Serbiens hatten die Cetniks (Tschetschniks) von Draza Mihajlovic während des Zweiten Weltkrieges ihren Hauptstab. Die monarchistisch orientierte SPO von Draskovic ist um die Rehabilitierung von Mihajlovic bemüht, der nach dem Zweiten Weltkrieg von den damaligen kommunistischen Behörden zum Tode verurteilt wurde.

Der serbisch-montenegrinische Staatschef Marovic hat die Ausladung von Draskovic nicht kommentiert. SPO-Sprecher Vlajko Senic sagte: "Ungewöhnlich".
Die SPO hatte Mitte 1991 die sog. Serbische Garde gebildet, eine Freiwilligenmiliz, die monatelang in der kroatischen Krajina an der Seite lokaler serbischer Milizen gekämpft hatte. Draskovic gab seine Kriegspolitik wenige Monate später auf. Später bestritt er auch jegliche Kontakte seiner Partei zur Serbischen Garde. (aus Tiroler Tageszeitung)
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Alt 26.05.04, 11:20
Carlo
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und was jetzt fahren wir nach Mallorca

jebes Politik

mfg Carlo der immer auch im Krieg bei den neutralen Istrianern war.
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Alt 31.05.04, 11:51
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Kriegsverbrecherprozess wegen Vukovar in Kroatien



Zagreb (AFP) - In einem der bislang größten Kriegsverbrecherprozesse in Kroatien müssen sich ab heute 35 zumeist serbische Angeklagte wegen mutmaßlicher Gräueltaten in den Jahren 1991 und 1992 vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, während der serbischen Besetzung des kroatischen Dorfs Miklusevci bei Vukovar "nicht-serbische Zivilisten terrorisiert, gefoltert und getötet" zu haben. Dies sei "Teil einer Strategie der ethnischen Säuberung" gewesen.

Gegen 15 der Angeklagten wird in Abwesenheit verhandelt, die anderen 20 sind gegen Kaution auf freiem Fuß. Die Region um Vukovar an der Grenze zu Serbien war das am stärksten umkämpfte Gebiet während des Kroatien-Kriegs von 1991 bis 1995. Der Prozess findet in Vukovar statt.
(yahoo.com)
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Alt 16.11.04, 05:50
TOM TOM ist offline
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Serbien - Kroatien:
Suche nach Aussöhnung

(Die Presse) 16.11.2004

Historischer Besuch: Kroatiens Premier Sanader verhandelte in Belgrad mit dem einstigen Kriegsgegner über bessere Beziehungen.



BELGRAD. Zum ersten Mal seit dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawien besuchte gestern, Montag, ein kroatischer Regierungschef Serbien: Ivo Sanader traf in Belgrad unter anderem mit Serbiens Premier Vojislav Kostunica zusammen.




Die ehemaligen jugoslawischen Bruderrepubliken, die Anfang der 90er Jahre gegeneinander Krieg geführt hatten, bemühen sich wegen des von beiden Ländern angestrebten EU-Beitritts um eine Verbesserung ihrer schwierig gebliebenen Nachkriegsbeziehungen. "Es gibt keine Alternative zur Normalisierung unseres Verhältnisses", beteuerte Kroatiens Premier Sanader. Serbiens Regierungschef Kostunica stellte Pläne für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Mittelpunkt der Gespräche.


Ein anderer Schwerpunkt war der Minderheitenschutz. Als "historischen Akt", bezeichnete Sanader das gestern unterzeichnete Abkommen über den Schutz der Minderheiten. Das Dokument bestätigt die Rechte der kroatischen Minderheit in Serbien und der serbischen Minderheit in Kroatien. Weiters will Sanader Aufklärung über das Schicksals von 1200 seit dem Krieg vermissten Kroaten.


Serbien fordert von Zagreb, dass die Rückkehr der im Krieg aus Kroatien vertriebenen Serben beschleunigt wird. Vor allem bei der Rückerstattung des Eigentums der Flüchtlinge spießt es sich. Sanader betonte, dass dies "keine politische, sondern eine finanzielle Frage" sei. Anfang der 90er Jahre machten die in Kroatien lebenden Serben zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung aus, heute sind es nur noch vier Prozent.


Unter Sanaders Führung hat die einst nationalistische Regierungspartei HDZ einen Weg Richtung Reformen eingeschlagen.


Mazedoniens Reformer haben indes einen Rückschlag erlitten. Der sozialdemokratische Premier des Balkan-Staates, Hari Kostov, gab am Montag seinen Rücktritt bekannt. Kostov warf seinem Koalitionspartner, der albanisch-nationalen DUI, vor, ein Hindernis bei den Wirtschaftsreformen zu sein. Die DUI habe sich hauptsächlich mit den Rechten der albanischen Minderheit und zu wenig mit Modernisierung beschäftigt.
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