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  #21 (permalink)  
Alt 23.04.05, 12:56
Benutzerbild von Hartmut
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An der süddalmatinischen Küste bei Dubrovnik hatte die jugoslawische Volksarmee einige Hotels zerstört.
Im Jahre 2001 war die Bucht Kupari mit mehreren Hotels (frühere Hotelanlage für Militärangehörige aus 4 hotels bestehend) noch immer abgesperrt. Bei dem direkt zum Strand gelegenen Hotel konnte man die Granatentreffer mit einem Teleobjektiv oder einem Fernglas sehr gut erkennen.

Das ausgebrannte Hotel Orlando mit seinen Nebengebäuden in Srebreno war für jedermann frei zugänglich.


Hier zwei Bilder des ehemaligen Hotels die Granatentreffer erkennen lassen.


Direkt an der Uferpromenade neben einer Cafebar befand sich 2001 noch dieses Haus.

In Plat sind nur die unteren Gebäude in direkter Strandnähe wieder hergerichtet worden, der Rest nicht. Zumindestens im vorigen Jahr waren diese Hotels nach wie vor Ruinen, wie wir von jemanden der gerade dort gewesen war hörten.


http://photoforum.istria.info/search.htm?search_user=Hartmut Meine Bilder im Photoforum     http://www.reiseberichte-kroatien.de/urlaub/Hartmut/ Meine Reiseberichte
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Alt 23.04.05, 13:37
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also sind mehr Gebäude oder Stadtteile davon betroffen als das Land selber oder gab es auch Teile wo viele Tiere bzw. Waldgebiete verwüstet wurden?
Istrien ist ja auch relativ klein...? gab es da bestimmte Kerngebiete, die das meiste davon abbekommen haben oder sind auch einige Teile verschont worden??
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  #23 (permalink)  
Alt 23.04.05, 21:44
HB58
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Hallo danielle2708,

hab hier noch was im Net gefunden.
Zum Nachlesen auch hier: http://www.reisebuero-tourent.de/kroatien.htm
Vielleicht hilft es Dir weiter.

Gruß Harry



Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Kroatien zur Teilrepublik der Föderativen Republik Jugoslawien unter dem Kommunisten Josip Broz Tito, einem Widerstandskämpfer während des Krieges. Um nationale Differenzen zu überdecken, übte Tito eine gewisse Kontrolle über den Nationalismus der verschiedenen Völkergruppen aus und führte den Föderalismus ein.

Nach Titos Tod im Jahr 1980 trat ein kollektiver Präsidialrat mit rotierendem Vorsitzenden an die Spitze des Staates. Dieser Rat war jedoch nicht in der Lage, die ethnischen und nationalen Spannungen weiterhin zu unterdrücken. Nach Slowenien stimmte im Mai 1991 auch eine überwältigende Mehrheit der Kroaten für ihre Unabhängigkeit, während die meisten Serben das Referendum boykottierten. Im Juni erklärte Kroatien seine Unabhängigkeit. Einen Monat später im Juli brach in der Krajina im Osten von Kroatien, wo viele Serben lebten, ein Bürgerkrieg aus. Während dieses Krieges wurden ganze Städte zerstört, Tausende von Kroaten wurden zur Migration gezwungen und rund ein Drittel des kroatischen Territoriums wurde von den Serben besetzt. Die Internationale Gemeinschaft erkannte Kroatien als Staat an und die Vereinten Nationen (UN) vermittelten einen Waffenstillstand. Im Jahr 1993 brachen erneut Kämpfe aus, als Kroatien Knin zurückerobern und den südlichen Teil von Dalmatien mit dem Rest des Landes wiedervereinigen wollte. 1995 konnte Kroatien mit einer Großoffensive gegen die Serben einen großen Teil der umkämpften Krajina zurückgewinnen. Tausende Serben flohen nach Serbien und in die serbische Schutzzone in Bosnien. Kroatien beteiligte sich unterdessen an den Kämpfen zwischen Muslimen, Serben und Kroaten wegen der Teilung von Bosnien-Herzegowina.

Im März 1996 einigten sich Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien auf die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens, das den Krieg in Bosnien-Herzegowina beendet hatte. Kroatien nahm im September 1996 diplomatische Beziehungen mit der Föderativen Republik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) auf. Die beiden Staaten, die der jugoslawischen Föderation bis zum Austritt Kroatiens 1991 angehört hatten, einigten sich darauf, die internationalen Grenzen von Kroatien anzuerkennen, die Rückkehr von Flüchtlingen zu erleichtern und die Zivilbevölkerung beider Länder zu schützen.

Wirtschaft:
Titos Form des Sozialismus gestand sowohl bestimmten Regionen als auch einzelnen Unternehmen erhebliche Machtbefugnisse zu. In Kroatien, einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Republiken Jugoslawiens, entwickelten sich eine ganze Reihe von Industrien, wie z. B. der Schiffsbau, die Pharmaindustrie und die Elektrotechnik. In den sechziger Jahren kamen die ersten Touristen nach Jugoslawien, von denen insbesondere Kroatien (mit seiner langen Küste) profitierte.

Der Krieg und der Zerfall der Föderation hatten verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft in Kroatien, die noch durch die Ankunft Tausender Flüchtlinge aus Bosnien-Herzegowina verstärkt wurden. Marktwirtschaftliche Reformen sollten die Wirtschaft wiederbeleben, doch das Bruttoinlandsprodukt sank in den Jahren 1991 und 1992 um 25 Prozent und die Inflation stieg auf über 1 200 Prozent. Ein im Oktober 1993 eingeführtes Stabilisierungsprogramm konnte die Inflation bremsen und 1995 betrug sie nur noch weniger als 4 Prozent. Während des Krieges stieg die Arbeitslosenquote unaufhörlich und erreichte 17 Prozent, bevor sie zum Stillstand kam. Der Krieg in Kroatien hatte besonders starke Auswirkungen auf den Tourismus, gefolgt von Industrie und Landwirtschaft. Auch die Infrastruktur des Landes wurde zerstört.

Kroatien konnte sich nur langsam mit Hilfe von Geldern aus dem Ausland von den Auswirkungen des Krieges erholen. Viele der im Krieg zerstörten Industrien konnten wieder aufgebaut werden und der Tourismus nahm wieder zu, insbesondere nachdem Kroatien das Gebiet der Krajina in der Nähe der dalmatinischen Küste zurückerobert hatte.

Im Mai 1996 konnte die Autobahn zwischen Zagreb und Belgrad wieder eröffnet werden. Diese Straße, die seit dem Krieg zwischen Kroatien und Serbien im Jahre 1991 gesperrt gewesen war, diente einst als wichtige Handelsverbindung zwischen Westeuropa und Vorderasien. Des Weiteren wurde eine Erdöl-Pipeline zwischen der kroatischen Hafenstadt Riejka und Belgrad wieder eröffnet.
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  #24 (permalink)  
Alt 23.04.05, 21:53
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Wer Dubrovnik besucht und durch das Pile-Tor kommend die Altstadt betritt, findet eine Gedenktafel mit den kriegerischen Zerstörungen innerhalb des Stadtmauerbereiches.


http://photoforum.istria.info/search.htm?search_user=Hartmut Meine Bilder im Photoforum     http://www.reiseberichte-kroatien.de/urlaub/Hartmut/ Meine Reiseberichte
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  #25 (permalink)  
Alt 24.04.05, 06:39
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Zitat:
Zitat von HB58
Hallo danielle2708,


Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Kroatien zur Teilrepublik der Föderativen Republik Jugoslawien unter dem Kommunisten Josip Broz Tito, einem Widerstandskämpfer während des Krieges. Um nationale Differenzen zu überdecken, übte Tito eine gewisse Kontrolle über den Nationalismus der verschiedenen Völkergruppen aus und führte den Föderalismus ein.
Der Text ist einfach zu schlecht, um Ihn als Einführung zu nutzen.
Das, was "Luna" auf Seite 1 geschrieben hat, klingt da schon ausführlicher.
Trotz des Umweltschwerpunktes, darfst Du auch nicht unerwähnt lassen, warum es den Bürgerkrieg gab und ob Die Folgen des Krieges bereits überwunden sind....
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  #26 (permalink)  
Alt 24.04.05, 10:00
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Das ist auf jeden Fall schon alles sehr hilfreich
aber um nochmal kurz auf den 'umweltbezogenen' Schwerpunkt zurückzukommen , was ist denn an Landwirtschaft momentan so besonders beliebt oder gibt es in Kroatien ein bestimmtes Merkmal aus der Natur was unverkennbar nur dorthingehört?
Vielleicht was sich dann im Lauf des Konflikts verändert hat bzw ersetzt wurde oder so
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  #27 (permalink)  
Alt 24.04.05, 10:10
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Hallo Danielle

In Dalmatien und Umgebung sind durch die Kriegsfolgen sehr viele Weinberge, ein sehr wesentlicher Wirtschaftszweig völlig kaputt gegangen.
Im Jahre 2002 waren davon wieder ca 50 % wieder hergestellt, so die Aussagen der dortigen Winzer.

Gruß burki
__________________
P.S. Die Rechtschreibung in diesem Posting basiert auf der neuen Rechtschreibung... oder der Alten... oder dem Zufall... oder der göttlichen Eingebung!!

Mach mit beim virtuellen Reiseführer:
http://www.mein-kroatien.info/Hauptseite
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  #28 (permalink)  
Alt 24.04.05, 10:17
Carlo
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Und Wolf und Bär und Luchs und alles andere an Wild auch wieder zurück

mfg carlo
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  #29 (permalink)  
Alt 24.04.05, 16:25
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Wisst ihr zufaellig wo man am besten ein paar Bilder herbekommt von Istrien vor und nach dem Konflikt bin da noch nicht so fuendig geworden..
bin auch noch bisschen im Net deshalb rumgesurft und auf einige Seiten gestossen, die der Meinung sind es gaebe noch aktive Minen in Kroatien
die noch niemand weggeraumt haette...... stimmt das?
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  #30 (permalink)  
Alt 13.08.05, 05:20
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Hallo danielle 2708,

Zitat:
...die der Meinung sind es gaebe noch aktive Minen in Kroatien
die noch niemand weggeraumt haette...... stimmt das?
Das stimmt, aber mit Minen verseuchte Gebiete (betrifft vorallem das kroatische Hinterland, Slavonien usw.) sind durch Warnschilder gekennzeichnet. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, befestigte Wege möglichst nicht zu verlassen.

Das auswärtige Amt schreibt dazu folgendes:

Zitat:
Stand: 13.08.2005 Unverändert gültig seit: 27.04.2005

In den bis 1995 umkämpften Gebieten besteht weiterhin eine erhebliche Gefährdung durch Landminen. Dies gilt insbesondere für die damaligen Frontlinien. Betroffen sind folgende Gebiete:

* Ostslawonien
* (30 bis 50 km vor der Grenze zu Serbien und Montenegro und an der Grenze zu Ungarn, insbesondere Gebiete um Vukovar und Vinkovci); Westslawonien
* (Gebiet Daruvar, Pakrac, Virovitica); das westliche und südwestliche Grenzgebiet zu Bosnien (der Raum südlich von Sisak und Karlovac, östlich von Ogulin, Otocac, Gospic, am östlichen Stadtrand von Zadar und im Hinterland der Küste zwischen Senj und Split und in den Bergen südöstlich von Dubrovnik).

In diesen Gebieten wird dringend davor gewarnt, die Straßen und Wege zu verlassen. Achtung: Minen wurden oft dicht am Straßenrand verlegt. Minenfelder sind gewöhnlich durch gelbe Plastikstreifen abgesperrt oder durch Schilder oder Pfähle mit Plastikstreifen gekennzeichnet. Bisweilen fehlt jedoch jede Kennzeichnung. Auch Trümmergrundstücke und leerstehende Gebäude sollten auf keinen Fall betreten werden.

Nähere Informationen zu Gebieten, in denen eine Gefährdung durch Minen besteht, sind auf der Homepage der kroatischen Minenräumanstalt Hrvatski centar za Razminiranje (www.hcr.hr) auch in englischer Sprache abrufbar.
Die Warnschilder sehen folgendermassen aus:



Ne prilazite = soviel wie "nicht betreten!"
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