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Ich las unlängst von einer alten, kaiserlichen Eisenbahnstrecke und einer sog. Eisenbahnbrücke II. Soll im Großraum Mirna/Motovun sein.
Wer kann mir mehr dazu erzählen? Ist das eine stillgelegte Strecke? Wo befindet sie sich genau, welche Orte verband sie? Ich würde mich sehr über Infos freuen. Viele Grüße, Peter |
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Hallo,
In Istrien gibt es einen alten Eisenbahnknotenpunkt aus der kuk-Zeit. Dieser Ort ist Kanfanar. Mittlerweile ist dort eisenbahnmäßig allerdings nichts mehr los. Gruß hudpes |
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Man kann diese Strecke auch sehen, wenn man die alte Strecke von Opatija nach Rupa fährt. Auf der Landstraße über Musici etc. sieht man die alte Bahnstrecke noch ganz genau. Wenn Du in Slowenien bist, siehst Du in einem Ort namens Pivka einen Bahnhof im kuk-Baustil...!
Gruß scwerne |
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Hm, also wenn ich das Geschriebene mal auf die Karte anwende, ergeben sich ein paar Ungereimtheiten, da hier von verschiedenen Strecken die Rede ist.
Von Ljubljana führt eine Strecke südlich in Rtg. Buzet und nimmt nördl. von Buzet Kurs grob in Rtg. Opatija. Dann teilt sie sich bei Lupoglav. Der eine Strecke geht über Pazin nach Kanfanar und von dort weiter südlich über Vodnjan nach Pula. Der andere Zweig geht über Vranja ebenfalls nach Süden und verläuft lange parallel zum Fluß Raša durch die Raška Draga. Der Endbahnhof scheint hier Most-Raša bei Barban zu sein. Eine dritte hier angesprochene Strecke führt viel weiter östlich aus Slowenien kommend direkt nach Matulji nördl. von Opatija. Dann wurde hier Poreč angesprochen als Bahnhof ebenso wie ein Teilstück von Kanfanar nach Rovinij. Wie bitte paßt das zusammen? Wo lief also das nicht mehr vorhandene Gleisbett entlang, wenn Poreč Bahnhof sein sollte und aber auch eine Verbindung zwischen Kanfanar und Rovinij bestand??? Ich stehe ein wenig auf dem Schlauch. Falls also jemand das aufklären kann, wäre ich sehr dankbar. Mich interessiert vor allem, wo es noch nicht mehr benutzte Gleisbetten oder stillgelegte Strecken gibt. Vielen Dank im voraus. Beste Grüße, Peter |
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Der Parenzana Marathon ist nach der alten kuk-Eisenbahnstrecke die vor längerer Zeit von Triest nach Porec führte benannt. Der ehemalige Bahnhof liegt an der Uferstraße zwischen dem großen Parkplatz vor der Altstadt und Borik.
Die Eisenbahnstrecke existiert nicht mehr, denn man ließ sie abbauen und verfrachten. Das Schiff soll wegen Überladung gesunken sein.
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Zitat:
Hallo Peter, bin erst heute aud Deine Frage gestoßen. Da ich ein Eisenbahnfreak bin und seit Jahren jeder alten Schwelle in Istrien nachrenne, Folgendes: 1. Die älteste Eisenbahnstrecke in Istrien ist die noch heute existente "Istrianer Staatsbahn" von Divaca (heute SLO) nach Pola/Pula, der damaligen kk Staatsbahn, 1876, zur Versorgung des kuk Hauptkriegshafens Pola errichtet. Zu dieser Bahnstrecke führte nach 1887 und bis 1953 eine Anbindung aus Triest StBf - it. TS Campo Marzio - über eine Steilrampe nach Hrpelje-Kozina von der östlich von Triest noch Spuren sichtbar sind. 2. Von der "Istrianer Staatsbahn" abzweigend bei Kanfanar/it. Canfanaro führte eine Stichbahn nach Rovinj/Rovigno, die bis 1961 (!) betrieben wurde. Von der alten Trasse sind Teile und Brücken sowie Bahndämme, teilweise sogar Gleise, noch erhalten. (Auch wenn in manchen Reiseführern das Gegenteil behauptet wird 3. Die interessanteste Bahnverbindung in/nach Istrien war die 1903 als schmalspurige Lokalbahn vom Istrianischen Landtag erbaute Verbindung aus Triest über Koper/Capodistria, Isola, Buje, Grosnjan, Livade/Montona, Vizinada und Visnjan nach Porec/Parenzo. Den Betrieb führten bis 1918 die kk Staatsbahnen. Sie wurde 1935 stillgelegt, nachdem die Italiener die Straßenverbindungen ausgebaut hatten und 1940 wurden die Gleiskörper zwecks Schrottverwertung abgebaut. Das Bahnhofsgebäude der Endstation in Porec in der ul. Nikola Tesla ist noch gut erhalten. Das war die "Parenzaner" oder it. Parenzana. Von der bestehen noch einige interessante Trassenteile und Viadukte zwischen Vizinada und nahe Motovun mit einem Radweg auf dem die heutige Biker-"Parenzana" stattfindet. 4. Nach 1947 erbauten die Tito-Kommunisten mit deutschen, österreichischen und italienischen Zwangsarbeitern abzweigend von der Strecke Divaca - Pula bei Lupoglav nach Rasa am westlichen Ucka-Abhang eine neue Eisenbahnstrecke, die vor allem dem Gütertransport (Kohle und Bauxit) aus den Bergwerken um Labin/Rasa diente und nur zeitweise für einen Personenverkehr geöffnet war. (Für Ausländer bis 1990 off limits, weil dort umfangreiche unterirdische militärische Anlagen bestanden). Heute fahren dort nur mehr gelegentlich Güterzüge durch die "wilden Schluchten" Istriens bzw. ein Sonder-Triebwagen der HZ, den der Triestiner Kulturverein Il Centro organisiert. |
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