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Alt 14.02.05, 11:22
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Standard Der Tourismus in Kroatien wächst - wenn auch nicht mit Riese

Eine Frage der Zeit

Zeit spielt für Zlatko Dezeljin eine maßgebliche Rolle. Der Direktor der Kroatischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt weiß, dass Kroatien - das vor 13 Jahren den Kommunismus hinter sich gelassen hat und dann unter einem vierjährigen Bürgerkrieg zu leiden hatte - Zeit braucht, um touristisch all das bieten zu können, was ihm vorschwebt. Dezeljin: "Ein paar Jahre brauchen wir noch, um alles umzustellen." Dennoch ist er mit der Entwicklung des Landes durchaus zufrieden. Um drei Prozent stieg die Zahl der deutschen Urlauber auf 1,59 Millionen im vergangenen Jahr. Das sind 40 000 Gäste mehr. Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland wertet Dezeljin das als Erfolg. Er erwartet, dass Kroatien 2005 die 1,6 Millionen-Marke knackt. "Das wäre riesig", findet der auf der Insel Rab geborene Kroate.

Es gibt einige Neuerungen, die den Optimismus Dezeljins rechtfertigen. Eine neue DB-Autozug-Verbindung führt von Hamburg über mehrere deutsche Städte und Klagenfurt nach Rijeka. Seit 2004 fliegt Germanwings bereits von Köln nach Zagreb und Split, jetzt nimmt der Carrier auch die Strecke Stuttgart-Zagreb in den Flugplan. Am 9. März startet Hapag-Lloyd Express neue Flugdienste von Köln/Bonn und Hannover nach Rijeka. Vor vier oder fünf Jahren habe man von Autozügen und Billifliegern nur träumen können, erklärt Dezeljin und erkennt darin Zeichen dafür, endgültig von der deutschen Tourismusindustrie anerkannt worden zu sein.

Eine weitere Errungenschaft, auf die der Direktor des Fremdenverkehrsamtes stolz ist, ist der Ausbau des Autobahnnetzes. Bis Ende Juni sollen auch die letzten Abschnitte der Strecke von Zagreb nach Split fertiggestellt sein. Damit rücke Dalmatien auch für Pkw-Fahrer näher.

Auch die Hotelsituation entwickle sich in eine gute Richtung, findet Dezeljin. Etwa 80 Prozent der Häuser seien privatisiert, ein Großteil davon mittlerweile renoviert. Man wolle jedoch nicht um jeden Preis privatisieren. Die Regierung achte auf seriöse Käufer und auf die Qualität der Unterkünfte. Denn das sei das, womit sich Kroatien einen Namen machen will: die Qualität der Hotels. "Wir wollen weder exklusiv noch mondän sein, aber auch nicht billig", erläutert der Kroatien-Werber die Suche nach einem Mittelmaß abseits des Massentourismus. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis müsse stimmen. Die Nebenkosten seien wesentlich geringer als in Deutschland, doch viele verglichen die Nebenkosten mit denen anderer Urlaubsländer - und da könne Kroatien schon mal teuer sein.

Kroatien arbeite weiterhin daran, die Saison zu verlängern. Dezeljin weist darauf hin, dass Kroatien mehr biete als nur Küste. Neben kulturellen Angeboten gebe es zahlreiche Sportarten wie Rafting, Canyoning, Bungeejumping und natürlich Wandern und Mountainbiken, die Kroatien auch außerhalb der Sommermonate zu einem attraktiven Reiseziel machen. Nicht zu vergessen die Wassersportler: Mittlerweile gebe es 49 Marinas, viele Deutsche hätten ihre Boote das ganze Jahr über in Kroatien.

Dass Kroatien der EU beitreten wird, ist für den Fremdenverkehrschef ausgemachte Sache: " Wir gehören zu Europa, ganz klar." Ob das 2007, 2009 oder 2010 sein wird - egal. In dieser Hinsicht spielt Zeit für Dezeljin keine Rolle.

Julia Treuherz
Touristik Aktuell
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Alt 14.02.05, 11:27
Istranin
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hallo mick!

danke für den artikel. hoffen wir mal, dass der nutzen der billig-flieger
größer ist, als der schaden, den die kundschaft anrichtet

das mit rijeka war mir neu, muss ich zugeben. ist echt eine gute
alternative. jetzt müssten nur noch die leihwagen günstiger werden.


gruß,

istranin
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  #3 (permalink)  
Alt 14.02.05, 11:32
Gast24
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Zitat:
Zitat von Istranin

...

jetzt müssten nur noch die leihwagen günstiger werden.


gruß,

istranin
Ich glaube, Carlo muss doch noch ein Taxiunternehmen in Istrien eröffnen.

Carlo, mein Angebot steht. Kannst meine Großraumlimousine bekommen, für'n Appel und'n Ei

gruss uwe
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  #4 (permalink)  
Alt 14.02.05, 11:34
Carlo
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Großraumlimosine ist das ein Planwagen?????


mfg carlo
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  #5 (permalink)  
Alt 14.02.05, 11:35
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Zitat:
Zitat von Istranin
hallo mick!

danke für den artikel. hoffen wir mal, dass der nutzen der billig-flieger
größer ist, als der schaden, den die kundschaft anrichtet


gruß,

istranin
Mit den Billigfliegern kommen aber nicht nur Ballermann-Touristen, sondern auch die, die endlich wegen der bisher hohen Flugkosten nicht mehr die teilweise endlose Autofahrt mit kleinen Kindern in Kauf nehmen müssen. Richten die auch Schaden an

Gruß Vera
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  #6 (permalink)  
Alt 14.02.05, 11:40
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Zitat:
Zitat von Vera

...

die endlich wegen der bisher hohen Flugkosten nicht mehr die teilweise endlose Autofahrt mit kleinen Kindern in Kauf nehmen müssen. Richten die auch Schaden an

Gruß Vera
Da hab ich so meine Zweifel, Vera.

Würde mich freuen, wenn du Recht behältst, aber ich bin skeptisch.

Gerade für Familien ist der vermeintlich günstige Billigflieger in der Regel immer noch relativ teuer, im Vergleich zu der müßigen Autoanfahrt.

Ich glaub also nicht, dass Familien mit Kinder die Klientel sind, die die Billigflieger ansprechen.

Aber wie gesagt, kann mich da auch irren...

Uwe

@ Carlo: so was ähnliches
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  #7 (permalink)  
Alt 14.02.05, 11:57
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Hallo Uwe,

du hast schon teilweise Recht. Ich kann leider immer noch nicht fliegen, denn bis ich mich zu einem Termin entschließen konnte, waren die sogenannten Billigflüge in den Sommerferien preislich auch schon bei denen von Croatia Airlines angekommen.

Andererseits würde ich die Billigfluggäste nun wieder nicht verteufeln, denn ich war gerade am vergangenen Wochenende in Budapest. Im Flieger waren keine Proll-Touristen, oder was immer ihr in Istrien befürchtet. Malev erleidet dadaurch auch keinen wesentlichen Schaden, denn zu den regilären Preisen wären die meisten jetzt im Februar dann erst gar nicht dorthin geflogen.
Fazit: Budapest hat noch dran verdient, denn schließlich lassen bei den Flugpreisen jetzt auch mal Gäste im Winter ihr Geld in der Stadt, was bisher wohl eher nicht der Fall war.

Gruß Vera
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  #8 (permalink)  
Alt 14.02.05, 12:08
Carlo
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Denke mal das Familien mit viel Kinder keine Kohle mehr haben für den Transfer zB wenn die nach Porec wollen
mfg Carlo
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  #9 (permalink)  
Alt 14.02.05, 12:47
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Die Reise mit dem Billigflieger lohnt sich finanziell, wenn man sein Ziel mit dem Auto nicht an einem Tag erreicht, unterwegs irgendwo in einer Pension übernachten müsste und diese Kosten dadurch entfallen und wenn man entweder sein gebuchtes Quartier mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht oder wenn man vom Vermieter abgeholt wird.

Nach Krk zu fliegen wenn das eigentliche Ziel Istrien ist, lohnt sich nicht . Da steht man sich mit dem eigenen PKW besser.


http://photoforum.istria.info/search.htm?search_user=Hartmut Meine Bilder im Photoforum     http://www.reiseberichte-kroatien.de/urlaub/Hartmut/ Meine Reiseberichte
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  #10 (permalink)  
Alt 14.02.05, 13:06
Istranin
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Das Problem mit dem Fliegen nach istrien ist und bleibt doch nach wie vor:

Du steht am Flughafen (Klagenfurt, Ronchi, Rijeka, zagreb oder sonstwo)
und willst an den Urlaubsort. Jetzt brauchst du entweder einen Ttransfer oder
einen Mietwagen. Beides teuer. Hat man nur den Transfer gebucht,
steht man da ohne Auto ....
Dafür ist istrien doch viel zu schade, um den ganzen Urlaub nur an einer
einzigen Stelle zu vergringen. Ehrlich: Urlaub in der Heimat ohne ein
Auto zur ständigen Verfügung zu haben könnte ich mir gar nicht vorstellen!

Und das nächste Problem: Wenn schon eine Kleinstfamilie (Mutter, Vater, Kind)
einen Billig-Flieger bucht, so kostet das mit allem drum und dran schon
mehr als eine Standard-Autofahrt!!! Dazu kommt: Man muss ja erst einmal
zum Flughafen hin (Köln-Bonn / Frankfurt-Hahn ... ). Die liegen doch
alle am Arsch der Welt. Dann muss man eine Stunde vor dem Flug antanzen.
Der ist auch nicht immer pünktlich. Dann lande ich in Istrien "weit vom Schuss". Den Transfer muss ich erstens bezahlen, zweitens wartet der
auch nicht immer nur auf mich ...
Der Endeffekt des Ganzen: Von Dortmund aus bin ich mit dem Auto
schneller in Porec als mit dem Flieger. Schon ab zwei Personen für
das gleiche Geld. Und ich habe einen fahrbaren Untersatz vor Ort.
Und glaube auch nicht, dass die Kinder bei einer Flugreise (inklusive
des geschilderten Brimmbammboriums) weniger quängeln ...

In a nutshell: Nach Istrien würde ich immer mit dem Auto fahren,
für einen Dalmatienurlaub wird der Flieger interessant (aber die
Autobahn Zagreb-Split steht ja auch vor der Vollendung).
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