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Hab einen interessanten Artikel im Kroatien-Forum von Susanne gefunden. Ich erlaube mir mal, den hier reinzukopieren. Wird sicherlich einige Istrianer interessieren:
"Neue Welle an der Adria - Istrien profiliert sich kulinarisch" so lautet die Überschrift des Artikels im neuen Gourmet-Journal "Der Feinschmecker", Heft Mai 2005. Hier der Bericht über die einzelnen Restaurants: Feinschmecker können sich über ein neues Urlaubsziel freuen: Rund zehn Jahre nach dem Ende Jugoslawiens ist auf der Adria-Halbinsel Istrien allerorts fröhliche Aufbruchstimmung zu spüren. Neue, gepflegte Restaurants schießen aus dem Boden, in denen unbekümmert einfallsreich gekocht wird und die vielfältigen Einflüsse des nahen Italien mit teilweise erstklasssigen regionalen Produkten zu einem stimmigen Ganzen verschmelzen. Ein gutes Beispiel dafür ist das kleine Restaurant "MOLE", hoch auf dem Stadthügel in Rovinj bei der Kirche der heiligen Euphemia gelegen. Dort kombiniert das engagierte Wirtspaar im hübschen Garten mediterrane und französische Küche. Rundum gelungen war das hauchdünn geschnittene Carpaccio vom Seeteufel, auf dem geräucherte Scampi und etwas Rucola mit Kaviardressing angerichtet wurden. Überzeugt hat auch die aromatische Kürbiscremsuppe mit den bissfesten mezzaluna-Teigtaschen, in denen sich eine leckere Füllung aus Pinienkernen und schwarzen Trüffeln verbag. Zum in Rotwein geschmorten Entenragout gab es die Leber eines Vogels und eine dezent fruchtige Orangensauce. Aus einer ganz anderen Welt kommt das elegante eingerichtete Restaurant "MILAN" in Pula. Der Service agiert unauffällig, aber perfekt und die Küche überzeugt beim Teller mit Jakobs,-, Mies- und Schwertmuscheln genauso wie bei den mit Trüffeln gefüllten Calamari. Beim Wein muss man nicht unbedingt zu den importierten Tropfen der auseigenen Vinothek greifen: Eine Reihe (nicht mehr ganz) junger Wilder mischt die lokale Winzerszene auf, mit viel Sorfgalt und in Italien erworbener Sachkenntnis. Weingüter wie "PILATO" und "DEGRASSI" stehen für saubere, süffige Malvasier und Chardonnay sowie für kräftige Cabernet-Sauvignon, die mit jedem Jahrgang besser werden. Sonja Perìcs Restaurant "VALSABBION" in einem Villenort von Pula ist eine der Keimzellen der neuen istrischen Esskultur. Die besten Ideen hat die Küche beim vielgängigen Amuse-Bouche-Menü. Da wird eine intensive Krebs-Consommé in einem Teigwürfen gebacken. Klein geschnittene schwarze Trüffeln kommen wie ein Cocktail mit Polenta und kostlicher Foie-gras-Sauce im hohen Glas auf den Tisch, die Scampi sind mit fein gehackten Sonnenblumenkernen paniert. Nach dem Essen bietet sich die Übernachtung in einem der fröhlich bunt gestalteten Zimmer an. Der ehem. Handballstar Damir Beletic zeigt in seinem kleinen Restaurant "DAMIR & ORNELA" im Hafenstädtchen Novigrad, wie gut der Fang heimischer Fischer schmecken kann, wenn man ihn nur frisch verarbeitet. Am liebsten serviert er sein Meerestier roh: Scampi, die er mit einigen Tropfen bestem, wenige Kilometer weiter produziertem Olivenöl, Zitronensaft und etwas Pfeffer mariniert, oder die Seezunge, die er Tisch mit geschickten Messerschnitten filetiert und auf weißen Trüffeln anrichtet. Wie leicht zugänglich die Fischspezialitäten der Beletics sind, hat sich herumgesprochen. Wer nicht reserviert hat, wird wieder vor die Tür komplimentiert! Neben den neuen Gourmetrestaurants haben die Kroaten auch ihre alte konoba-Kultur wiederbelebt: In rustikalen Gasthäusern gibt es oft Hausmannskost von erlesener Qualität, etwa im "MALO SELO" bei Buje. Da schmecken die gegrillten prsut, der Schinken, der mit der italienischen Konkurrenz durchaus mithalten kann. Zu den zarten Gnocchi kommt herzaft geschmortes Milchkalb, und der ombolo in Wei marinierter Schweinenacken, wird am offenen Kamin in der Gaststube gegrillt. Weiße oder schwarze Trüffeln sind sehr oft auf Istriens Tellern zu finden. Mit gutem Grund: Die begehrten Knollen wachsen reichlic in den Wäldern des Mirna-Tals im Hinterland von Novigrad und Umag, und sie sind so gut, dass ein Teil der Ernte schon seit Jahren auf italienischen Märkten als Alba-Trüffeln verkauft wird. Giancarlo Zigante aus Livade ist der schlitzohrige Pate des istrischen Trüffelwunders. In allen größeren Orten der Region und sogar in München unterhält er eigene Geschäfte, in denen frische tartufi, aber auch Pasten und Öle zu haben sind. An der Kreuzung seines Heimatdorfes Livade hat er ein Restaurant eröffnet, eingerichtet mit etwas aufdringlichen schmiedeeisernen Laternen vor rustikalen Steinwänden. Im ersten Moment hält man das "ZIGANTE" für eine Touristenfalle. Aber es wird ambitioniert gekocht, natürlich mit Trüffeln in allen Variationen. Da gibt es feines Scampicarpaccio mit frittierter Ruccola und schwarzen Trüffeln, die im Glaskelch angerichtete "Kaiser-und-König-Sinfonie" aus leicht bitterem Wildspargel, Scampi, cremiger Polenta und Trüffeln oder zarte Rehkoteletts, über die ebenfalls reichlich Trüfflen gehobelt werden. Selbst beim Dessert greift der Koch zur Knolle: Inmitten einer heißen Schaumsauce aus Kamille und Muskatschnaps liegt eine Kugel getrüffeltes Vanilleeis - einfach köstlich! Restaurant Damir & Ornela, Ul. Zidine 5, 52466 Novigrad, Tel. 758134, Montags geschlossen, nur nach Voranmeldung, Menü pro Person um 40 Euro, AmEx, Diners, Visa akzeptiert. Restaurant Malo Selo, Fratrija, 52460 Buje, Tel. 777332, außer Sonntags nur Abendessen, Mittwochs geschlossen, Hauptgerichte 5 - 20 Euro. Restaurant Milan, Stoja 4, 52100 Pula, Tel. 300200, FAX 210500, hotel-milan@pu.hinet.hr, http://www.milan1967.hr, kein Ruhetag, Hauptgerichte 9 - 39 Euro, AmEx, Diners, Master, Visa akzeptiert. Restaurant Monte, Montalbano 75, 52210 Rovinj, Tel und FAX: 830203, restaurant@monte.hr, http://www.monte.hr, kein Ruhetag, Hauptgerichte 13 - 19 Euro. Restaurant Valsabbion, Pjescana uvala IX/26, 52100 Pula, Tel. 218033, Fax. 222991, valsabbion@valsabbion.net, http://www.valsabbion.net, Hauptgerichte 21 - 33 Euro, AmEx, Diners, Master, Visa akzeptiert. Restaurant Zigante, Livade 7, 52427 Livade, Tel. 664302, Fax 664303, ceatrade@pu.tel.hr, http://www.zigantetartufi.com kein Ruhetag, Hauptgerichte 18 - 42 Euro, AmEx, Diners, Master, Visa akzeptiert. Einkaufen: Weingut Degrassi, Basanija bb., 52474 Savudrija, Tel. und Fax 759844, Besuch nach Vereinbarung. Weingut Elido Pilato, Lasici 2, 52447 Vizinada, Tel. und Fax 446281, Besuch nach Vereinbarung Ölmühle Uljara Novi Torac, 52210 Rovinsjko Selo, Tel. 816308, Besuch nach Vereinbarung. |
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Hallo Istrien-Fan,
ich habe soeben Deinen Beitrag entdeckt und mit Interesse gelesen! Für mich ist es erfreulich, dass das "Küchengeschäft" in Istrien langsam Fahrt aufnimmt. Es gab wohl schon immer einige versteckte Häuser, aber langsam kommen auch andere auf die Idee, etwas aus sich zu machen. Wir selbst freuen uns über rustikale Konobas mit leckerem Essen, gutem Wein und typisch istrianischer Atmosphäre, wo auch Kinder gern gesehen sind. Das ist unser Hauptkriterium bei der Erstellung unseres Tabellenwerkes Essen+Trinken. Die Hinweise aus dem Gourmet-Journal "Der Feinschmecker" werde ich in unserer Liste aufnehmen und im Forum Essen & Trinken in Istrien / Kroatien, Kulinarische Höhepunkte in Istrien und Kroatien. ins Netz stellen (das Update selbst kann aber noch ein paar Tage dauern). Schau doch auch einmal vorbei: http://www.istrien.info/forum/thema5292.html LG Klaus von a+k |
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...auch im österreichischen Gault Millau wurden Restaurants in Istrien bewertet
http://www.gaultmillau.at |
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Zitat:
kannst Du mir bitte sagen, wo ungefähr in Buje sich dieses Restaurant befindet ? Oberhalb in der Altstadt ?
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Do skorog videnja Petra |
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Hallo Petra!
Jein Fratrija liegt ca. 7 Autominuten Richtung Norden (slowenische Grenze) von Buje weg. (Ist leider nicht auf jeder Karte eingezeichnet. ich empfehle da immer entweder die Istrien-Karte vom Kompass-Verlag oder vom "World Mapping Project". Gibt bei in jedem Fall bei Amazon.de) Von Buje aus führen übrigens zwei Straßen an die Grenze, du musst die westliche von beiden nehmen. Es geht dann, wie gesagt, nach ein paar Minuten links rein. Aber Vorsicht, man fährt schnell an dem kleinen Straßenschild vorbei der Agroturismus Volpia, wenn ich mich recht erinnere) Die Konoba selbst kann man gar nicht verfehlen. Liegt am Ende der Straße, ist im Prinzip eine Sackgasse. Bis zum Ende durchfahren und dann am "Wendehammer" links auf den Parkplatz. Sonst gibt es da auch nichts Gruß Istranin |
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