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Alt 12.06.07, 10:02
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Standard Altes Bahnprojekt Rijeka-Pula aufgerollt?

Die istrianische Lokalzeitung Glas Istre brachte diese Woche einen interessanten Artikel über die verschiedenen Projekte eines direkten Eisenbahnanschlusses von Rijeka nach Pula ohne den langen Umweg über Slowenien. Dabei ging und geht es immer um einen Tunneldurchstich unter dem Ucka-Gebirge.

Das erste derartige Projekt war noch zu k.k. Zeiten vor 140 Jahren gewälzt worden. Konkreter wurden dann die Planungen nach dem 2. Weltkrieg und es gab diesbezüglich sogar Beschlüsse der Zentralregierung in Belgrad - und erste Bauarbeiten für einen Tunnel.

Das Projekt wurde dann - angeblich über Betreiben der Slowenen in Belgrad - nicht weiter realisiert. Die einzige Bahnverbindung aus Istrien nach "Jugoslawien" führte und führt über Slowenien! Der Minister für die "befreiten Gebiete" - worunter nach der Jugo-Diktion vor allem Istrien und das nach 1918 italienische Nordost-Gebiet bis einschließlich Postojna/Postumia/Adelsberg sowie das Isonzotal gehörten - war Slowene. Nach 1947 wurde auch die sogenannte Zone B zwischen Muggia und dem Mirnatal von slowenischen Zivilbehörden administriert. Von da her versuchten nationalistische Slowenen auch nach 1991 Gebietsansprüche gegen Kroatien "bis zur Mirna" abzuleiten abwohl 1954 die Dragonja zwischen Tito und seinem slowenischen Genossen Kardelj als Grenze zwischen den beideen "Föderativen Republiken" vereinbart worden war!

Nach 1991 und der Unabhängigkeit, hatte der damalige Staatspräsident Kroatiens, Franjo Tuđman, neuerlich auf einen Bau der direkten Bahnverbindung zwischen dem kroatischen Zentralland und Istrien, eben durch den Bau einer direkten Verbindung aus dem Raum Rijeka unter der Ucka zum Abschluss an die seit 1876 bestehende Istrianer Bahn nach Pula gedrängt. Dabei dürfte auch das Verhalten der Slowenen während des kroatischen "Befreiungskrieges" 1991/95 eine Rolle gespiel haben.

Der einzige Neubau einer Bahnlinie in Istrien nach dem 2. Weltkrieg war die Verbindung von Lupoglav durch das Rasa-Tal in die Bucht bei Rasa/Stalje für den Abtransport der istrianischen Kohle und des Bauxits und die Verschiffung von Rindern aus Istrien. (Noch heute kann man die entsprechenden Stallungen bei Stalje sehen).

Errichtet wurde nach 1947 diese Bahnlinie durch den Einsatz italienischer, deutscher und österreichscher Zwangsarbeiter. Diese Bahnstrecke war für Ausländer immer Off Limits weil von erheblichem militärischen Belang, da "Bergbaustollen" und Aufbereitungs- und Verladeanlagen entlang der Strecke Vorratslager für die "Verteidigung" darstellten. (Noch vor einem Jahr drehten Arbeiter bei einem Steinbruch - früher Bauxitabbau - bei Sumber fast durch, als ich die dortigen Anlagen von der Straße aus fotografierte! Die glaubten anscheinend noch immer, dass Kroatien eine "Sozialistische Republilk" wäre )
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Alt 23.07.07, 14:00
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Hm,...
aus Strategischen Gesichtspunkt (Militärisch)
wäre eine solche strecke eher ein weiterer provokation gegenüber Slowenien
aber wirtschaftlich glaube ich auch weniger Sinnvoll
es läuft alles bereits über das Y-silon Schnellstrasse ausser wenn der Verkehr zu nimmt oder man daraus eine Transitstrecke macht Rijeka Triest aber
finanziell glaube ich nicht daran das kostet zu viel Geld
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Alt 23.07.07, 22:18
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Zitat:
Zitat von TAM
Hm,...
aus Strategischen Gesichtspunkt (Militärisch)
wäre eine solche strecke eher ein weiterer provokation gegenüber Slowenien
Warum sollte sich Slowenien davon provoziert fühlen? Weil das kroatische Istrien dann nicht mehr Eisenbahn mäßig von Slowenien abhängig wäre? Sehr wohl machte eine direkte Bahnverbindung aus dem kroatischen Kernland direkt auf die Halbinsel Sinn. NIcht weniger, als die BiH umgehende Verbindung Zagreb - Ogulin - Knin - Split.

Mit einer Verbindung Rijeka - Triest hat das aber schon gar nichts zu tun. Denn diese Verbindung gibt es seit kuk-Zeiten 1867 schon. Über Pivka/St. Peter in Krain/San Pietro del Carso eine sehr alte Verbindung, die in der italienischen Zeit seit 1935 voll elektrifiziert wurde. (Weshalb in Slowenien heute auch noch die italienische Bahnstrom-Norm von 3000 V DC verwendet wird.)
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Alt 24.07.07, 07:56
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Zitat:
Zitat von TAM
Hm,...
aus Strategischen Gesichtspunkt (Militärisch) wäre eine solche strecke eher ein weiterer provokation gegenüber Slowenien
Was ist denn das für eine unsinnige Argumentation ??

Überall in Europa bemüht man sich, den Güterverkehr von der Straße auf die Schienen zu verlagern, damit die Straßen und die Umwelt entlastet werden und Du möchtest das ganze weiterhin auf dem Y abwickeln wegen angeblicher, militärischer Provokation ??
__________________
Gruß Fred
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Alt 24.07.07, 13:09
TAM TAM ist offline
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ich kenne die slowenischen Landsleute zu gut die machen gerne aus einer Mücke einen Elefanten
alleine schon mit der Grenze um Solina - eine blöde Sache ganz klar und total bescheuert wie ich finde
ich bin sehr oft dort habe verwandtschaft vorort - glaubt mir die Slowenen sind momentan sehr arrogant weil sie in der EU sind
Missgunst und Neid hat Yugo auch gespalten - hier ist es auch nicht anderst

aus wirtschaftlichen gründe sehe ich momentan da zu hohe kosten aufkommen
freuen würde ich mich da schon zumal Zugtransfer schöner ist.
als Bus - aber ob diese da mit machen ??...

Die Dienstleistung per LKW bringt manch einem Spediteur viel Geld ein in kroatien
glaube nicht das das denen gefallen wird wenn diese Einnahme wegfällt,..

es hat alles für sich prp und contra da spielen viele Faktoren eine Rolle
warten wir es doch einfach ab
denke erst wenn Kroatien in der Eu ist
wird alles andere gemacht dann spielen Grenzprobleme keine Rolle mehr
hoffentlich

gruss benno
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