Ob es nun die Billigtouristen und Dauercamper freut oder nicht: Sukzessive werden die Leute in Kroatien die Preise für das Billig-Campen weiter hoch treiben. Dafür werden schon die Investoren in die Tourismusindustrie sorgen, die zunehmend auch die Campingplätze aufkaufen. Warum ist doch einsichtig: Auch die Kroaten wollen verdienen und zumindest Arbeitsplätze schaffen. Ein Billig-Urlaub am Meer ist schließlich keine "Sozialleistung" auf die irgend jemand aus DE, AT, IT, CH usw. Anspruch hätte, um es deutlich auszusprechen. :P
Wie hoch sind die - besteuerbaren! - Ausgaben der Billig- und Dauercamper pro Kopf und Tag in Kroatien*) und jene, die in den Hotels wohnen? Sie beanspruchen aber genau so die teure Infrastruktur wie voll zahlende Hotelgäste. Hotelgäste nehmen auch nicht Kofferraumladungen an "Billig"-Lebensmittel vom Aldi oder Hofer mit ins Land, sondern bezahlen für die Verpflegung usw. vor Ort. Selbst der "billigste" Pauschaltourist lässt nach einer Erhebung und Berechnung eines Beratungsunternehmens zwei bis drei Mal so viel Geld "im Land" wie der durchschnittliche Dauer-Camper. Also warum sollten die Kroaten an der attraktiven Küste, speziell Istrien und bis in die Kornaten, ihre Landschaft sozusagen verschenken?
*) Warum die gut erreichbaren Campingplätze am Meer "billig" sein sollen, nur weil die Camper die in Deutschland oder Österreich usw. (!) gekauften Kosten für ihre Bumscontainer und Campingutensilien ebenso wie die Kosten der Anfahrt einkalkulieren - wird wohl kaum jemand in Kroatien verstehen.
Keine Sorge auch, dass sich anstatt der Billig-Camper aus dem Ausland nicht genügend Zahlungswilligere aus dem Nahbereich - 6 bis 8 Stunden Autofahrt - finden und finden werden, die deren Plätze einnehmen. Denn: Absehbar werden die Kosten für die Urlaubsflüge durch die diversen Steuererhöhungen ("Klimasteuern") und Gebühren in entferntere Flugdestinationen steigen und die Urlaube im "Nahbereich" - für Istrien sind das etwa 20+ Millionen potenzieller Urlaubsgäste - attraktiver.
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