BEITRITTSVERHANDLUNGEN
Freude auch in Kroatien
Zagreb - Der kroatische Regierungschef Ivo Sanader hat am Abend die Entscheidung der EU zur Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit seinem Land begrüßt. Zugleich sicherte er - wie von der EU gefordert - volle Kooperation mit dem Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu. Er forderte den flüchtigen Ex-General Ante Gotovina auf, sich zu stellen. "Jede weitere Verzögerung schadet Kroatien und ihm selbst."
Der Gipfel hatte beschlossen, die Beitrittsverhandlungen am 17. März 2005 aufzunehmen. Kroatien wurde zur "uneingeschränkten Zusammenarbeit" mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag aufgefordert, was die Auslieferung des letzten in Den Haag angeklagten Kriegsverbrechers bedeutet. Dies gilt als Voraussetzung für einen Beginn der Beitrittsverhandlungen.
Bestätigt wurde offiziell der Abschluss der Beitrittsverhandlungen mit Bulgarien und Rumänien, die zum 1. Januar 2007 der EU beitreten sollen. Zuvor muss noch der Europäische Rat im April 2005 den Beitrittsvertrag unterzeichnen, sofern das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilt.
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